So reagieren unsere Facebook-User auf das Fotoverbot bei Einschulungen

"Da werden Fotos gemacht und wenn es das Letzte ist, was mein Handy macht"

In Sachsen-Anhalt dürfen in vielen Grundschulen keine Fotos bei der Einschulung gemacht werden.
In Sachsen-Anhalt dürfen in vielen Grundschulen keine Fotos bei der Einschulung gemacht werden.
© dpa, Bernd Wüstneck, bwu ehl

16. August 2019 - 12:52 Uhr

Keine Einschulungsfotos aus Datenschutzgründen

Es ist das Diskussionsthema des Tages: In zahlreichen Grundschulen in Sachsen-Anhalt hat die Schulleitung den Eltern verboten, bei der Einschulung ihrer Kinder Fotos zu machen. Die Schulen wollen aus Datenschutzgründen ein komplettes Fotoverbot erlassen - auch für das private Erinnerungsalbum dürfen Eltern dann keine Fotos von der Einschulung schießen. 

Auch auf den RTL-Facebook-Seiten wird dieser Entschluss rege diskutiert. Wir haben die Reaktionen der User zusammengefasst.

Viele können die Entscheidung nicht verstehen

Bei vielen RTL-Usern stößt diese Entscheidung auf großes Unverständnis:

Userin Daniela Bethke etwa schreibt: "Ganz ehrlich, das würde mich nicht hindern, mein Kind bei so einem wichtigen Tag zu fotografieren. Die Fotos erzählen die Geschichte eines Menschen und sind wichtig."

Nessa Sunshine findet: "Ein wichtiger Tag für die Kinder!!! Und da werden Fotos gemacht und wenn es das Letzte ist, was mein Handy macht."

„Ich finde es sehr traurig"

Auch Userin Nicole Herhaus sieht das so: "Ich finde es sehr traurig, es wird immer schlimmer mit dem Datenschutz. Gewisse Dinge sind verständlich, aber nicht bei einer Einschulung! Als nächstes dürfen wir gar nicht mehr in der Öffentlichkeit fotografieren!"

Damian Baam sieht es praktisch: "Was wollen die machen? Handy der Eltern abziehen und dann 3 Tage behalten, bis die Omi das abholt?"

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:

Andere User zeigen Verständnis

Es gibt aber auch Stimmen, die die Entscheidung der Grundschulen nachvollziehen können:

Userin Anke Jellinek etwa schreibt: "Ja das bringt der Datenschutz mit sich. Heutzutage wird alles im Internet verbreitet, für mich wäre es selbstverständlich, andere unkenntlich zu machen. Aber dies sehen nicht alle so. Und ich möchte meine Kinder nicht im Netz finden."

Vanessa Muster meint: "Es geht wohl eher darum, dass heute alles gepostet wird. Wenn wer sein Kind fotografiert und postet dieses ... meins ist dabei im Hintergrund zu sehen, fände ich das auch nicht gut."

„Meine Kinder haben im Internet nichts zu suchen"

Userin Jana Alex hat das Fotoverbot selbst erlebt: "War bei uns auch verboten. Es wurde dann ein Foto vom Fotografen gemacht von der Klasse, was man dann bekommen hat (kostenlos). Finde es auch albern. Aber irgendwo auch gut, es gibt so viele, die ihre Kinder ins Netz stellen. Meine Kinder haben im Internet nichts zu suchen. Und nicht jeder wird die anderen Kinder unkenntlich machen, bevor es im Internet landet."

Ähnlich ist es bei Anna Deike: "Bei unserer Schule ist Handyvervbot. Wer Fotos machen will, kann eine Kamera mitnehmen (...), Handy ist nicht erlaubt und das finde ich gut. Meine Eltern haben mich auch angeguckt und ich habe sie gesehen und nicht nur ihr Handy."

Marion Kenner schreibt: "Naja ich möchte mein Kind nicht auf einem Facebook- oder Instagram-Profil einer anderen Mutter oder Vater sehen. Von meinem Sohn gibt es keine erkennbaren Fotos auf Facebook und das soll auch so bleiben. Hatten das schon öfter, dass Fotos mit ihm gepostet wurden, ohne zu fragen und die dann im Netz waren."

Voting: Was halten Sie vom Fotoverbot bei der Einschulung?

„Auch unsere Kinder haben ein Recht auf Privatsphäre"

RTL.de-Redakteur Ingo Jacobs erklärt in seinem Kommentar, warum Kinderfotos im Netz nichts verloren haben.

Video: Was dürfen Eltern - und was nicht?

Die Praxis, Fotos seiner Kinder ins Netz zu stellen, spaltet die Gemüter. Wie hier die rechtliche Lage ist, erläutern wir im Video.