18. April 2019 - 10:28 Uhr

Vermutlich das einzige Exemplar

Bei eBay können Fossilienliebhaber derzeit das Skelett eines Baby-T-Rex erstehen. Für Sammler eine einmalige Gelegenheit, für Forscher jedoch ein Albtraum: Denn durch diese privaten Auktionen entgehen Wissenschaftlern wichtige Erkenntnisse über das ausgestorbene, gefährliche Raubtier.

Wichtiges Skelett könnte in Privatsammlung verschwinden

2,95 Millionen US-Dollar (umgerechnet 2,61 Millionen Euro) muss der Käufer für das wohl einzige Exemplar eines Baby-T-Rex hinblättern. Das etwa 68 Millionen Jahre alte Skelett hat der professionelle Fossiliensammler Alan Detrich 2013 auf einem Privatgrundstück im US-Bundesstaat Montana gefunden. Das viereinhalb Meter lange Tier sei wahrscheinlich etwa vier Jahre alt gewesen, als es starb.

Zunächst wurde das Skelett im Natural History Museum in Kansas ausgestellt. Doch jetzt entschied sich Detrich zum Verkauf. Für die Forschung ist das ein harter Schlag, denn damit könnte der außergewöhnliche Fund in der Privatsammlung eines reichen Bieters verschwinden - und wäre für weitere Forschungen damit verloren.

Das Skelett ist nicht vollständig.
Die Vergleiche mit den Vorlagen zeigen, welche Knochen fehlen.
© pirategoldcoins/Ebay

Wissenschaftler wollen Verkauf verhindern

Detrich behauptet, das Fossil sei ausreichend untersucht worden. Im Anzeigentext bei eBay heißt es allerdings, dass viele Knochen noch nicht identifiziert seien – das wird als besonderes Kennzeichen für den Verkauf hervorgehoben.

Genau das kritisieren Forscher in einem offenen Brief. Bereits die Ausstellung des Skeletts hätte viel Aufmerksam erzeugt, die den Preis des Exponats in die Höhe getrieben habe. Hierbei handele es sich schließlich um ein besonders wertvolles Fossil für die Forschung.

Auch wenn es unvorstellbar klingt: Der Verkauf ist legal, denn das Skelett befindet sich in Privatbesitz von Alan Detrich.

Deshalb ist das Skelett so wertvoll

Der Tyrannosaurus Rex gilt als einer der am besten untersuchten Dinosaurier. Weltweit wurden knapp 30 Skelette gefunden. Die Überreste eines Jungtieres sind allerdings nicht darunter. Das könnte daran liegen, dass die Jungtiere anders als ihre Eltern in Rudeln gejagt haben, weniger anfällig für Angreifer waren und deshalb ein geringeres Sterberisiko hatten.