Forscher können Epidemien mit Satellitendaten vorhersagen

Bekämpfung von Denguefieber und Malaria im indischen Bhopal im vergangenen Sommer.
© dpa, Sanjeev Gupta

17. Februar 2015 - 7:34 Uhr

Frühwarnsystemen auch für Malaria und Denguefieber sollen kommen

Mithilfe von Satellitendaten können Wissenschaftler Epidemien einiger Krankheiten Monate im Voraus vorhersagen. Gemeinsam mit seinem Team habe er beispielsweise eine Art Frühwarnsystem für das Rifttalfieber entwickelt, das vor allem Rinder betrifft und hauptsächlich in Afrika vorkommt, sagte der US-Biologe Kenneth Linthicum bei der Konferenz des weltgrößten Wissenschaftsverbands AAAS (American Association for the Advancement of Science) im kalifornischen San Jose. "Wir können die Ausbrüche zwei bis fünf Monate, bevor sie passieren, vorhersagen."

Derzeit arbeiteten sie an der Entwicklung von Frühwarnsystemen auch für andere Krankheiten wie Malaria und Denguefieber, sagte der Experte vom US-Landwirtschaftsministerium. Den Satellitenbildern entnehmen die Forscher unter anderem Daten über Regen, Überflutungen und Dürren, aus denen sie dann etwa Informationen über die Verbreitung von Moskitos gewinnen