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Forscher der Uni Osnabrück finden heraus: Raben sind so schlau wie Menschenaffen

Neue Studie an der Uni

Osnabrücker Forscher: Raben sind so schlau wie Schimpansen und Co

Ein Rabenpaar steht auf einem Gehweg
Ein Rabenpaar steht auf einem Gehweg. Foto: Georgine Szipl/Nature/dpa/Symbolbild
deutsche presse agentur

Schon mit vier Monaten die gleichen Fähigkeiten

Wie clever Raben tatsächlich sind, haben jetzt Wissenschaftler der Universität Osnabrück und der Max-Planck-Gesellschaft genauer erforscht. Sie verglichen die physischen und sozialen Fähigkeiten von Kolkraben mit denen von Schimpansen und Orang-Utans. Dabei zeigte sich, dass die getesteten Raben bereits im Alter von vier Monaten so intelligent sind wie die Menschenaffen. Die Studie wurde im Fachjournal "Scientific Reports" veröffentlicht.

Der Intelligenztest für Raben

Das Forscherteam nutzte einen ursprünglich für Primaten entwickelten Test und passten ihn an die Raben an. So wollten die Wissenschaftler herausfinden, ob Raben wissen, wo sich Futter befindet. Dazu versteckten sie Leckereien in einem Becher, der zwischen anderen Bechern versteckt hin- und herbewegt wurde - wie beim Hütchenspiel. Die Raben zeigten mit dem Schnabel auf den richtigen Becher und pickten auf ihn ein. "Im Alter von vier Monaten sind Rabenkinder schon relativ selbstständig und fangen an, sich für Nichtbrüterverbände zu interessieren", sagte Forschungsleiterin Simone Pika vom Institut für Kognitionswissenschaft der Uni Osnabrück. Folglich müssten die jungen Raben vor allem kognitiv für diese neuen Herausforderungen gewappnet sein.

Das waren die Testtiere

Insgesamt wurden acht Raben im Alter von 4, 8, 12 und 16 Monaten in verschiedenen Aufgabenbereichen getestet, bei denen zum Beispiel räumliches Verständnis oder soziales Verhalten wie Kommunikation getestet wurde. Tests zum Verstehen von Mengen, von Ursache-Wirkungs-Ketten, zum sozialen Lernen und zur Kommunikation meisterten sie genau so gut wie Schimpansen oder Orang-Utans, stellten die Wissenschaftler fest.

Jetzt sollen weitere Tests entwickelt werden, bei denen auch artspezifische Fähigkeiten mit einbezogen werden.


Quelle: DPA / RTL.de