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Forscher: Bürger sollten Rechtsextreme sozial ächten

Matthias Quent
Matthias Quent ist zu sehen. Foto: Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft/Archiv © deutsche presse agentur

Der Soziologe und Rechtsextremismus-Forscher Matthias Quent hält die soziale Ächtung als geeignetes Mittel im Kampf gegen rechtsextreme Strukturen wie in Themar. "Jemand, der sich dazu bekennt, zu einer Gruppe von Neonazis zu gehören, sollte vom normalen sozialen Leben ausgeschlossen werden", sagte Quent in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. Im südthüringischen Themar findet seit Freitag das rechtsextreme Festival "Tage der nationalen Bewegung" statt. Im vergangenen Jahr galt das Konzert mit damals 6000 Besuchern als das größte seiner Art bundesweit.

Quent bezeichnete die Region um Themar als exemplarisch für gefestigte rechtsextreme Strukturen. "Insofern geht von Themar auch eine Warnung aus. Der Fall zeigt, was passieren kann, wenn man solche Etablierungsprozesse geschehen lässt", sagte der Direktor des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft in Jena.


Quelle: DPA

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