Nach 50 Jahren bestätigt

Aliens könnten Energie aus schwarzen Löchern gewinnen

Schwarze Löcher könnten Aliens als Energiequelle dienen. (Symbolbild)
Schwarze Löcher könnten Aliens als Energiequelle dienen. (Symbolbild)
© dpa, Zhaoyu Li

25. Juni 2020 - 12:00 Uhr

Aliens könnten effizientere Energiequellen nutzen

Er wusste es schon vor 50 Jahren, nur beweisen konnte er es nicht. Physiker Roger Penrose behauptete damals, Aliens könnten Energie aus rotierenden schwarzen Löchern gewinnen. Jetzt konnten Forscher die Theorie bestätigen.

Experiment bestätigt Theorie über schwarze Löcher

Was Penrose 1969 ahnte, klingt erst einmal kompliziert. Er ging davon aus, dass man ein Objekt in den äußeren Bereich eines schwarzen Lochs lenken könnte. Sei dies gelungen, könnte man – wenn es langsamer als Lichtgeschwindigkeit rotiert – Energie daraus gewinnen. Dazu müsste man dieses Objekt spalten, sodass ein Teil aus dem schwarzen Loch heraus- und eines in das schwarze Loch hineinfliege. Laut des Physikers sei dazu aber nur eine hoch entwickelte Zivilisation fähig. Damit spielte der Mann wohl auf Aliens an.

Forscher der Universität Glasgow konnten diese Annahme durch Experimente jetzt bestätigen, das berichtete das Magazin "Nature Physics".

Das Experiment bauten sie mit Lautsprechern und Schaumstoff auf

Der Aufbau des Experiments klingt im ersten Moment so gar nicht nach Weltall. Um zu beweisen, dass Physiker Penrose mit seiner Annahme Recht hatte, bauten die Forscher einen Kreis aus Lautsprechern auf eine Schaumstoffscheibe, die rotierte. Sie sollte das schwarze Loch darstellen.

"Wenn die Scheibe schnell rotiert, passiert etwas Komisches", erklärte Physikerin Marion Cromb, "die Frequenz des Geräuschs wechselt von einer positiven Frequenz in eine negative und stiehlt dabei quasi Energie von der rotierenden Oberfläche." Die Geräusche, die dabei entstanden seien, hätte man auf Band aufgezeichnet. Während sie zuerst immer leiser wurden, hätten sie sich mit steigender Rotationsgeschwindigkeit verstärkt.

Das Phänomen sei mit dem Dopplereffekt zu vergleichen, den man von der Sirene eines Krankenwagens kenne, so Cromb. Damit habe man auf vereinfachtem Weg die Annahme aus dem Jahr 1969 beweisen können.