Forsa Umfrage: SPD rutscht unter die 30 Prozent Marke

03. Mai 2017 - 15:41 Uhr

Neue Umfragewerte zeigen Veränderungen

Eine neue Forsa-Umfrage bringt Veränderung in die bisherigen Umfragewerte. Die SPD rutscht ab, während CDU/CSU stabil bleiben.

ARCHIv - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU, r) und der damalige Präsident des Europäischen  Parlaments, Martin Schulz, unterhalten sich am 23.10.2014 in Brüssel (Belgien) vor Beginn des EU-Gipfels. (zu dpa "Schafft Schulz das 2:1 gegen Merkel?" vom
Angela Merkel und Martin Schulz im Gespräch.
© dpa, Olivier Hoslet, h0 jak sab

Die SPD büßt in einer neuen Forsa-Umfrage zwei Prozentpunkte ein und fällt wieder unter die 30-Prozent-Marke. Nach dem jüngsten 'Stern-RTL-Wahltrend' kommt sie aktuell auf 28 Prozent, während die Union ihre 36 Prozent verteidigt. Die CDU/CSU kann ihren Vorsprung damit auf acht Punkte ausbauen. Ob dieser Vorsprung lange anhält, ist fraglich. Wegen des Bundeswehrskandals steht die Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen wieder im Schlagabtausch mit den Oppositionellen. Auch Innenminister de Maizière erntet heftige Kritik aus den Oppositionsreihen für seine Maßstäbe der Leitkultur in Deutschland. Ob sich das auf die folgenden Umfragewerte niederschlägt, wird sich noch zeigen.

Bei der Kanzlerpräferenz legt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Vergleich zur Vorwoche um drei Prozentpunkte zu, während Schulz zwei Punkte verliert. Wenn der Kanzler direkt gewählt werden könnte, würden sich laut Forsa 47 Prozent der Wahlberechtigten für Merkel entscheiden und 28 Prozent für Schulz. Die Grünen gewinnen der Umfrage zufolge einen Punkt hinzu und kommen aktuell auf 8 Prozent, die AfD verliert einen Punkt und erreicht ebenfalls 8 Prozent.

Ist der Schulz-Effekt schon verpufft?

Unverändert bei 8 Prozent liegt auch die Linke. Um einen Punkt zulegen kann die FDP, die jetzt mit 7 Prozent sicher im Bundestag vertreten wäre. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt 23 Prozent. Abwärts geht es für die SPD auch beim Kompetenzwert: Der SPD trauen der Umfrage zufolge aktuell nur noch 11 Prozent der Bundesbürger zu, mit den Problemen in Deutschland am besten fertig zu werden. Das sind zwei Prozentpunkte weniger als in der Vorwoche, der Wert sinkt damit wieder auf das Niveau vor der Nominierung von Schulz zum Kanzlerkandidaten.

Die Union erreicht bei dieser Frage 32 Prozent. Ist der 'Schulz-Effekt' verpufft? Unser Berlin- Korrespondent Christian Wilp erklärt im Video, was sich in dem Wahltrend abzeichnet.