RTL/ntv-Trendbarometer

Forsa-Blitzumfrage: Neuer CDU-Chef Laschet bekommt viel Zustimmung

Mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten begrüßen die Entscheidung zum CDU-Chef für Laschet.
Mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten begrüßen die Entscheidung zum CDU-Chef für Laschet.
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18. Januar 2021 - 10:29 Uhr

Knapp 20 Prozent hätten lieber Merz an der CDU-Spitze gesehen

Nach der Wahl von Armin Laschet zum neuen CDU-Vorsitzenden hat Forsa in einer aktuellen Blitz-Umfrage über 2.000 Wahlberechtigte nach ihrer Bewertung gefragt.

  • 41 Prozent halten Laschet für eine gute Wahl.
  • 18 Prozent hätten lieber Friedrich Merz,
  • 17 Prozent Norbert Röttgen als neuen Chef der Christdemokraten gesehen.

57 Prozent der CDU-Anhänger und 43 Prozent der CSU-Anhänger begrüßen die Entscheidung für Laschet. 46 Prozent der FDP- und 54 Prozent der AfD-Anhänger hingegen hätten lieber Friedrich Merz an der Spitze der CDU gesehen.

Mehr als die Hälfte überzeugt: Laschet kann "die verschiedenen Lager in der CDU zusammenhalten"

Als wichtiges Argument wurde vor der Wahl die Integrationsfähigkeit des künftigen CDU-Vorsitzenden genannt. 56 Prozent der Wahlberechtigten sind überzeugt, dass Armin Laschet "die verschiedenen Lager in der CDU zusammenhalten und zusammenführen" kann. In Nordrhein-Westfalen glauben das zwei Drittel der Wahlberechtigten (65 Prozent), von den CSU-Anhängern 57 und von den CDU-Anhängern 71 Prozent. 17 Prozent der Befragten sind der Auffassung, "Friedrich Merz wäre dazu besser in der Lage gewesen".

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Bundesbürger finden Merz‘ Interesse an Ministerposten „unangemessen“

Der Wahlverlierer Friedrich Merz hat den neuen CDU-Vorsitzenden dazu aufgefordert, ihm in der jetzigen Bundesregierung zum Amt des Wirtschaftsministers zu verhelfen. Bundeskanzlerin Angela Merkel ließ mitteilen, in ihrem Kabinett seien keine personellen Veränderungen geplant. Das findet den Zuspruch von 70 Prozent der Bundesbürger - eine solche Amtsübernahme sei "unangemessen". 19 Prozent fänden es richtig, wenn Merz noch vor der Bundestagswahl neuer Wirtschaftsminister würde.

Söder auch nach Laschets Wahl Favorit als Kanzlerkandidat

Auch nach der Wahl des neuen CDU-Vorsitzenden bleibt Markus Söder für 36 Prozent der Wahlberechtigten Favorit als gemeinsamer Kanzlerkandidat der Unionsparteien. 21 Prozent würden lieber Armin Laschet als Kanzlerkandidaten sehen, zehn Prozent Jens Spahn und 3 Prozent Friedrich Merz. Sieben Prozent hätten lieber einen anderen Kandidaten, 23 Prozent können sich noch nicht entscheiden. Von den CDU-Anhängern plädieren 51 Prozent für Markus Söder, von den CSU-Anhängern 69 Prozent. Für 25 Prozent der CDU- und 13 Prozent der CSU-Anhänger ist Laschet momentan der Favorit.

Wenn in Deutschland eine Direktwahl des Kanzlers möglich wäre, würden sich bei einer Kandidatur Markus Söders 34 Prozent für ihn entscheiden, 16 Prozent für Olaf Scholz und 18 Prozent für Robert Habeck. 32 Prozent würden keinen der drei wählen. Wäre Armin Laschet der Unions-Kandidat, würden 25 Prozent ihn wählen und jeweils 18 Prozent Scholz oder Habeck. 39 Prozent würden sich für keinen der drei entscheiden.

Union bleibt mit 35 Prozent aktuell stärkste politische Kraft

Bei der forsa-Befragung am Wochenende wurden auch die Parteipräferenzen der Wahlberechtigen erfragt. Das Ergebnis zeigt, dass die Wahl des neuen CDU-Chefs an den Wahlabsichten der Bundesbürger nichts geändert hat.

  • Die Union kommt wie im RTL/ntv-Trendbarometer vom 11. bis 15. Januar auf 35 Prozent und bleibt mit Abstand stärkste politische Kraft.
  • Die FDP hat sich am Wochenende um einen Prozentpunkt verbessert (auf 7 Prozent).
  • Die Grünen haben einen Prozentpunkt verloren (auf 19 Prozent).
  • Bei allen anderen Parteien gab es keine Veränderung gegenüber dem Trendbarometer, sodass die SPD bei 15 Prozent bleibt, die Linke bei acht und die AfD bei neun. Die sonstigen kleineren Parteien kommen weiterhin auf sieben Prozent

Alle Infos rund um den neuen CDU-Chef Armin Laschet finden Sie hier.