Trennung von Hauptsponsor

Williams bietet Team zum Verkauf an

FILE PHOTO: Formula One F1 - Pre Season Testing
© REUTERS, Albert Gea, /FW1F/Carmel Crimmins

29. Mai 2020 - 13:27 Uhr

Williams hat finanzielle Probleme

Traditionsteam Williams steht angesichts finanzieller Sorgen vor einer ungewissen Zukunft. Am Freitag gab der Rennstall seine Geschäftszahlen für das Jahr 2019 bekannt, die im Vergleich zu 2018 deutlich negativer ausfallen. Zudem wurde die Partnerschaft mit Hauptsponsor Rokit beendet. Geprüft würden mehrere Optionen, unter anderem der Verkauf eines Mindestanteils oder auch der Komplettverkauf.

39 Millionen weniger Einnahmen als im Vorjahr

Während in 2018 Einnahmen von umgerechnet 144,9 Millionen Euro erzielt werden konnten, kamen 2019 nur knapp 105,8 Millionen in die Kasse. Für CEO Mike O'Driscoll ist der Abstieg leicht zu erklären: "Die finanziellen Resultate spiegeln unsere schlechter gewordene Wettbewerbsfähigkeit von 2019 und die damit verbundenen gesunkenen Einnahmen aus den kommerziellen Rechten der Formel 1 wider." Laut dem Boss sind die Konsequenzen aus den Verfehlungen bereits getroffen worden: "In den letzten neun Monaten haben wir einen signifikanten Restrukturierungsprozess eingeleitet und das Team der Technischen Leitung gestärkt."

Hauptsponsor Rokit weg

Williams teilte zudem ohne Angaben von Gründen mit, dass die Partnschaft mit Hauptsponsor Rokit mit sofortiger Wirkung beendet werde. Erst Anfang des Jahres hatten beide Seiten ihr Bündnis bis 2023 verlängert.

Das fehlende Geld eines Hauptsponsors stürzt die Mannschaft von George Russell und Nicholas Latifi noch tiefer in die Krise. Verbunden mit den sowieso schon geringeren Einnahmen durch die verkürzte F1-Saison 2020 könnte die Luft für das Traditionsteam allmählich dünn werden.

Die Teilnahme an der Saison 2020 sei durch die neue Entwicklung aber nicht gefährdet, heißt es in dem Statement, es handele sich vielmehr um einen "richtigen und besonnenen Schritt, um Zeit zum Nachdenken zu gewinnen".

Konkrete Gespräche mit möglichen Interessenten habe es noch nicht gegeben, teilte der Vorstandsvorsitzende der Grand Prix Holding, Mike O'Driscoll, in einem offiziellen Statement des Teams mit. Es seien lediglich erste informelle Gespräche mit potenziellen Investoren geführt worden.