Williams als letzte Flirtchance?

Nach Absagen von Red Bull & Co: Formel-1-Zukunft von Nico Hülkenberg immer noch unklar

26. September 2019 - 15:52 Uhr

Hülkenberg kann "Dinge nicht mehr kontrollieren"

Für Nico Hülkenberg wird die Formel-1-Luft nach etlichen Absagen potenzieller Arbeitgeber immer dünner. Nach einem starken Auftritt im Freitagstraining räumte der 32-Jährige im RTL-Interview ein, dass er "die Dinge nicht mehr kontrollieren" könne. Von McLaren-Seite hieß es, Hülkenberg habe ein außergewöhnliches Angebot des Papaya-Teams abgelehnt. Also alle Türen zu? Nicht ganz, denn RTL sprach auch mit Claire Williams.

Dieses Angebote machte McLaren dem Hulk

Die Frage nach Hülkenbergs Zukunft ist in Singapur DAS große Gesprächsthema. Fakt ist: Bei Haas ist die Türe definitiv zu. Bei Red Bull (und damit wohl auch Toro Rosso) auch. McLaren bot ihm nach Angaben von Teamchef Zak Brown ein Engagement in der US-amerikanischen Indy-Car-Serie an, das Hülkenberg ("Ich mag keine Ovalrennen") dankend ausschlug.

Aber ob der Hulk noch ein besseres Angebot bekommt? In der Formel 1 sieht es jedenfalls düster aus. Alfa schlug sich im RTL-Interview klar auf die Seite seines aktuellen Fahrers Antonio Giovinazzi, dessen Vater im Fahrerlager herumtönte, der Sohnemann habe seine Vertragsverlängerung schon in der Tasche.

Hülkenberg: "Glaube niemals einem Vater"

"Glaub niemals einem Vater. Die reden viel. Die sitzen den ganzen Tag hier, trinken ein bisschen und sind dann gerne redefreudig", kommentierte Hülkenberg die Alfa-Gerüchte mit einem Augenzwinkern, wurde dann aber ernster: "Ich bin gelassen. Ich habe das zehn Jahre gemacht und würde es natürlich arg vermissen. Die Karten sind gelegt und wir müssen gucken, wie die Steine fallen", so der Noch-Renault-Pilot, der bei den Franzosen 2020 durch den zehn Jahre jüngeren Esteban Ocon ersetzt wird.

Nach einem ganzen Jahrzehnt in der Formel 1 klingt das nach Abschied. Alfa wäre die letzte einigermaßen konkurrenzfähige Option, interessiert ist nun nur noch das Hinterherfahrer-Team Williams, von dem sich Robert Kubica mit den Worten "Ich will wieder ein bisschen Spaß am Rennfahren haben" verabschiedete.

Williams wäre gesprächsbereit

Gegenüber RTL sagte Teamchefin Claire Williams: "Wir hatten kein Gespräch mit ihm und wir wissen nicht, ob er Interesse daran hätte, bei uns zu fahren. Aber Nico ist ein großartiger Fahrer und wir suchen nach großartigen Fahrer. Wenn er zu uns kommen würde, würden wir auf jeden Fall mit ihm sprechen."

Hülkenberg wird sich also entscheiden müssen, ob er am letzten Strohhalm zieht oder nach 179 Formel-1-Grand-Prix am Saisonende weiterzieht.