Kein Dementi von Helmut Marko

VW denkt über Formel-1-Einstieg nach - Red Bull als Partner?

Red Bull und Volkswagen - passt das?
Red Bull und Volkswagen - passt das?
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10. März 2021 - 8:03 Uhr

Formel 1 sucht nach Teams mit Format

Bereits seit fünf Jahren gibt es kein neues Team mehr in der Formel 1 (die Übernahme Racing Points durch Aston Martin einmal ausgeklammert). Interessenten gibt es zwar, doch die Verantwortlichen der Königsklasse sind nach den peinlichen Auftritten von Caterham, HRT und Co. vorsichtiger geworden und suchen nur nach wirklich großen Fischen. Und genau so einer überlegt gerade offenbar, ob er wirklich in das Haifischbecken F1 springen soll. Dabei geht es um die deutsche Nummer 1 im Automobilbau, Volkswagen. Die Wolfsburger scheinen für den möglichen Einstieg auch schon einen Partner ins Auge gefasst zu haben.

Volkswagen beobachtet die Formel 1

"Porsche und die Volkswagen AG observieren die sich immer wieder ändernden Regularien in allen relevanten Rennserien der Welt. Das ist auch in Bezug auf die neuen Motoren und Antriebsstränge der Formel 1 für 2015 so", sagte Porsches Vizepräsident Fritz Enzinger der BBC.

Ob es dann gleich ein eigenes Team werden soll, lässt Enzinger dabei offen. Ebenso denkbar ist für den VW-Konzern eine Motorenpartnerschaft mit einem bereits bestehenden Rennstall.

Parc ferme, 30 Max Verstappen (NLD, Van Amersfoort Racing, Dallara F312 - Volkswagen), FIA Formula 3 European Championship, round 9, race 1, Nürburgring (GER) - 15. - 17. August 2014Parc Ferme 30 Max Verstappen NLD van Amersfoort Racing Dallara  Volk
Eine Kooperation von VW und Red Bull gab es sogar schon in der Formel 3 und bereits damals saß im Cockpit ein gewisser Max Verstappen (Bild).
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Marko: "Bis jetzt noch nichts entschieden"

Prädestiniert für solch eine Koalition scheint Red Bull. Das Team unter der Leitung von Christian Horner betreibt nach dem Ausstieg von Honda die bestehenden Motoren zwar in Eigenregie, doch diese Marschroute gilt vorerst nur bis Ende 2024. Ab 2025 tritt das neue Motoren-Reglement in Kraft. Allerdings wäre Red Bull mit seinem Know How und seiner dann bestehenden Motor-Infrastruktur ein interessanter Partner für mögliche Neueinsteiger.

Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko verneint eine mögliche Liaison mit dem deutschen Autobauer jedenfalls nicht: "Wir haben in der Vergangenheit mit vielen Herstellern gesprochen", sagte der Österreicher bei Servus TV: "Wir sprechen weiterhin mit Marken, aber bis jetzt ist noch nichts entschieden."

Ob und in welcher Form der VW-Konzern in der Formel 1 auftritt, ist ebenfalls noch unklar. Vor einigen Wochen kursierten die Gerüchte über einen Einstieg der Tochterfirma Audi, nun Porsche. Doch das generelle Interesse scheint in Wolfsburg geweckt zu sein.