Formel 1: Valtteri Bottas beim 1. Training in Silverstone nicht zu schlagen

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14. Juli 2017 - 16:51 Uhr

Österreich-Sieger Valtteri Bottas hat den Schwung aus der Steiermark mit nach Silverstone genommen und im 1. Freien Training zum Großen Preis von Großbritannien die Bestzeit hingelegt. Der Mercedes-Pilot umrundete die Formel-1-Traditionspiste in 1:29,106 Minuten und stahl Silberpfeil-Kollege Lewis Hamilton zum Auftakt in dessen Heimspiel die Schau. Der Lokalmatador landete mit dem winzigen Rückstand von 78 Tausendstelsekunden auf Rang 2.

Red Bull schneller als Ferrari

Sebastian Vettel ließ es offensichtlich erst einmal ruhig angehen: Der WM-Spitzenreiter landete mit einem gewaltigen Rückstand von 1,4 Sekunden hinter Ferrari-Nachbar Kimi Räikkönen (+1,031 Sekunden) nur auf Rang 6.

Den Silberpfeilen am nächsten kamen die Red-Bull-Piloten Max Verstappen (+0,498) und Daniel Ricciardo (+0,836) auf den Plätzen 3 und 4. Anders als Bottas und Hamilton hatten die 'Bullen' bei ihren jeweils schnellsten Versuchen allerdings den schnelleren Supersoft-Pneu aufgezogen, während die Silbernen ihre Bestzeiten mit dem härteren und damit nominell langsameren Soft-Pneu fuhren.

Ein der letzten Klassiker: Der Großbritannien-GP in Silverstone im Birdview

Bottas untermauert seine WM-Ambitionen

Auch Vettel und Räikkönen hatten bei ihren besten Umläufen die Supersoft-Walzen auf den Felgen, die Roten dürften in der Auftakt-Session aber beileibe noch nicht alle Karten auf den Tisch gelegt haben.

An der Spitze untermauerte Bottas eindrucksvoll seine momentane Topform und seine Ambitionen, aus dem WM-Duell zwischen Vettel und Hamilton einen Dreikampf zu machen. Ein ums andere Mal versuchte der Brite die relativ früh aufgestellte Bestzeit seines Teamkollegen zu unterbieten, biss sich aber immer wieder die Zähne aus.  

Hülkenberg und Wehrlein weit zurück

Für die deutschen Piloten Nico Hülkenberg und Pascal Wehrlein verlief der Start in das Rennwochenende enttäuschend. Hülkenberg (+3,065) kam in seinem mit neuem Unterboden ausgestatteten Renault nicht über Rang 17 hinaus, Sauber-Mann Wehrlein (+3,923) musste sich mit dem 19. und vorletzten Platz begnügen.