Formel-1-Star unterstützt den Kältebus - und das unentgeltlich

Nico Rosberg: Jetzt rast er für Obdachlose

23. Januar 2020 - 16:56 Uhr

Weltmeister macht Werbung für Berliner Stadtmission

"Von der Poleposition starten ist einfach, doch nicht jeder hat so viel Glück." Mit diesen Worten beginnt Nico Rosberg den Imagefilm im rasanten Sportlook. Doch hier geht es nicht ums Rennen fahren, sondern um Menschenleben. Denn mit dem Clip macht er Werbung für die Berliner Stadtmission.

Den Formel-1-Weltmeister als Werbeträger einzusetzen, das kostet viel Geld. Normalerweise. Doch die Berliner Stadtmission zahlte keinen Cent. Sie wussten sogar noch nicht mal, was sie da bekommt. Denn die Idee kam von Nico Rosberg selbst. Bei einem Werbedreh für die Deutsche Bahn in Slowenien, erzählte ihm Bahnchef Richard Lutz von seinem Engagement für die Berliner Stadtmission. Auch Nico Rosberg wollte helfen.

Die Stadtmission ist stolz auf das Engagement

"Einer unserer Mitarbeiter ist nach Lublijana gefahren, weil die Deutsche Bahn einen Clip zum Thema Kältebus drehen wollte. Anschließend haben wir aber monatelang nichts mehr vom Ausgang der Dreharbeiten oder dem Material gehört und haben gedacht, es hätte sich im Sande verlaufen", sagt Barbara Breuer, Pressesprecherin der Stadtmission, gegenüber RTL.

Zum 25. Jubiläum der Kältebusse erreichte dann dieser Imagefilm das Haus. Und die kostenlose Werbung bedeutet der Stadtmission viel:
"Wenn Weltmeister wie Nico Rosberg unsere Arbeit unterstützen, dann macht uns das stolz. Wir hoffen, dass dieser Film vielen Menschen bewusst macht, dass sich nicht jeder ein 'Leben auf dem Asphalt' ausgesucht hat", sagt Barbara Breuer.

Mehr als nur Obdachlosenhilfe

Drei solcher Kältebusse setzt die Stadtmission im Winter ein. Aufmerksame Passanten können sie rufen, wenn sie das Gefühl haben, jemand auf der Straße könne erfrieren. Die Helfer im Bus bringen zunächst Tee und Kaffee, sprechen mit den Betroffenen und bieten ihnen einen der 327 Plätze in Notunterkünften an.

Doch das ist nur einer der Gründe, warum sich der Formel-1-Star für die Stadtmission einsetzt. Insgesamt arbeiten dort 1.000 Mitarbeiter, dazu kommen 1.500 Ehrenamtliche. Neben der Kälte- und Obdachlosenhilfe helfen sie auch Straftätern bei der Resozialisierung, betreiben Kindergärten und Flüchtlingswohnheime, bieten Hausaufgabenhilfe und organisieren einen Textilhafen. Hier wird beispielsweise gespendete Kleidung, die kaputt oder teilweise verdreckt ist, so aufgearbeitet, dass daraus unter anderem Unterwäsche entsteht: Die wird nämlich am Nötigsten gebraucht!

Dass es Nico Rosberg mit seinem Engagement ernst meint, zeigt übrigens auch, dass er selbst schonmal in der Bahnhofsmission ehrenamtlich ausgeholfen hat. Komplett ohne Ankündigung und ohne Presse. Deshalb gilt sein Statement zur Berliner Stadtmission aus dem Video auch für ihn selbst:

"Zum Glück gibt es Menschen, die sich kümmern, wenn man sie braucht."