Lewis-Faktor entscheidend

Brawn: Hamilton macht den Unterschied, nicht Mercedes

Ross Brawn (r.) sieht in Lewis Hamilton das Maß der F1-Dinge
Ross Brawn (r.) sieht in Lewis Hamilton das Maß der F1-Dinge
Imago Sportfotodienst

Brawn erinnert an Hamiltons Meisterstück am Bosporus

Es ist eine ewige Debatte unter Formel-1-Fans. Ist Lewis Hamilton einfach eine Klasse besser als die anderen Fahrer oder sein Mercedes schlicht zu überlegen? Für F1-Sportchef Ross Brawn steht fest: Lewis macht den Unterschied. Als Beweis führt das einstige Superhirn von Michael Schumacher den Türkei-GP 2020 ins Felde.

Hamilton der Formel-1-Poseidon

Großer Preis der Türkei 2020: Schon im Trockenen glich die frisch asphaltierte Piste im Istanbul Park einer Eisbahn. Als es am Sonntag dann auch noch regnete, potenzierte sich der Rutschfaktor.

Regen-Spezialist Max Verstappen verlor bei einem Angriff auf Sergio Perez seinen Red Bull, Mercedes-Mann Valtteri Bottas kreiselte ganze sechs Mal von der Strecke. Nur einer fuhr mal wieder wie auf Schienen: F1-Poseidon Lewis Hamilton. Von Platz 6 gestartet, hielt der Weltmeister seine Intermediate-Schlappen länger am Leben als alle anderen, gewann das Rennen mit über einer halben Minute Vorsprung auf Perez im Racing Point.

Meisterstück in Istanbul

Für Ross Brawn der Beweis, dass eben Hamilton den Unterschied ausmacht – und nicht sein als allmächtig angesehener Mercedes-Bolide.

„Lewis ist ein brillantes Rennen gefahren“, sagte der F1-Sportchef bei „RaceFans.net“. All jene, die Hamiltons Fähigkeiten infrage stellten und immer unkten, „er hat das beste Auto, deswegen muss er gewinnen, sollten dieses Rennen anschauen, denn das war ein Meisterstück.“

Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Denn mit dem Triumph am Bosporus tütete Hamilton seinen rekordträchtigen siebten Formel-1-Titel im Vorjahr auch mathematisch ein.