Ursprüngliche Termine wackeln

Silverstone bringt Rennen im August ins Spiel

Formel-1-Notplan wackelt wegen Quarantäne-Zwang in England
© dpa, Martin Rickett, MA

25. Mai 2020 - 20:24 Uhr

Viele Fragezeichen hinter Not-Kalender

Das Festzurren des Not-Rennkalenders in der Formel 1 gestaltet sich weiter kompliziert. Weil die britische Regierung bei einer Einreise ab dem 8. Juni eine 14-tägige Quarantäne festgelegt hat, wackeln die für Mitte/Ende Juli in Silverstone geplanten WM-Läufe Nummer drei und vier bedenklich. Laut Streckenchef Stuart Pringle ist der Traditionskurs in den Midlands aber flexibel.

Silverstone wartet auf das grüne Licht

"Wir haben unsere ursprünglichen Termine, aber auch im August haben wir eine gewisse Flexibilität. Ich glaube nicht, dass es ein Problem sein wird, Termine für zwei Rennen zu finden", sagte Pringle bei Sky Sports UK: "Was wir brauchen, ist grünes Licht von der Regierung, und das wird Zeit brauchen. Die Formel 1 als Meisterschaft braucht diese Ausnahmeregelung."

Die Formel 1 zögert weiter mit der Veröffentlichung ihres abgespeckten Rennkalenders, weil aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus global große Unsicherheit herrscht. Am 5. Juli soll der Saisonstart in Spielberg (Österreich) erfolgen, nachdem die ersten zehn Rennen wegen der Pandemie abgesagt oder verschoben worden waren. Eine Woche darauf würde ein weiterer WM-Lauf in der Steiermark vor leeren Rängen steigen, ehe der Formel-1-Tross bevorzugt nach England für zwei weitere Geisterrennen weiterziehen würde. Sieben der zehn Teams unterhalten Fabriken in der Nähe von Silverstone. Ein Ersatzkandidat für Silverstone ist der Hockenheimring, der sich zuletzt in Stellung brachte. Die Rennserie will insgesamt 15 bis 18 Grands Prix austragen.

Der grobe Plan der Formel 1 sieht vor, im Sommer in Europa zu fahren, ehe es im Herbst nach Asien und Amerika weitergeht. Enden soll die Saison im Mittleren Osten mit Rennen in Bahrain und Abu Dhabi.