Gespräche mit Haas sollen laufen

Medienberichte: Sergio Perez sucht neues Cockpit - Weg frei für Vettel bei Aston Martin?

18. Juli 2020 - 14:47 Uhr

Perez sucht offenbar neues Team

Sebastian Vettel und Aston Martin - die Gerüchteküche über einen möglichen Wechsel zum künftigen Werksteam (noch Racing Point) brodelt. Sollte Vettel wirklich zur James-Bond-Marke wechseln, müsste sich Sergio Perez einen neuen Rennstall suchen. Genau diese Gespräche sollen schon laufen. Wie ESPN Mexiko berichtet, soll sich der Mexikaner nach einem neuen Team umschauen, weil er über den möglichen Vettel-Deal informiert sei. Perez selbst verweist auf seinen Vertrag, äußert sich darüber hinaus aber schwammig.

Klausel ermöglicht Racing Point vorzeitige Trennung von Perez

Der Mexikaner hat zwar einen Vertrag, der noch bis Ende 2022 gültig ist – doch das Arbeitspapier soll eine Klausel enthalten, mit der sich das Team gegen Zahlung eines Millionenbetrags vorzeitig von ihm trennen dürfte. Stichtag soll der 31. Juli sein. Der 30-Jährige soll deshalb den Markt sondieren und bereits in Gesprächen mit dem amerikanischen Haas-Team sein.

Würde Perez Racing Point verlassen, wäre der Platz für den viermaligen Weltmeister Vettel frei. Beim Aston-Martin-Team wäre Lance Stroll dann Teamkollege des Deutschen. Der 21-Jährige ist der Sohn des milliardenschweren Mitbesitzers Lawrence Stroll aus Kanada und daher unumstritten fürs kommende Jahr - im Gegensatz zu Perez.

Welche Optionen Sebastian Vettel nach seinem Aus bei Ferrari noch hat und wie wahrscheinlich diese sind, erklären wir hier.

Und das sagt Perez selbst

Bei der Pressekonferenz vor dem Großen Preis von Ungarn verwies der Mexikaner auf seinen Vertrag, legte sich aber nicht fest, ob er garantiert im kommenden Jahr auch für das Nachfolge-Team Aston Martin fahren wird.

"Soweit ich weiß, habe ich einen Vertrag", betonte Perez gleich mehrfach. "Wir sehen, was in den kommenden Wochen passiert." Er berichtete auch davon, dass ein Team nach dem Aufkommen der Vettel-Gerüchte bereits auf ihn zugekommen sei.

Ex-Präsident Mexikos meldet sich

Sogar der ehemalige mexikanische Präsident Felipe Calderón verfolgt offensichtlich gespannt, was mit Perez passiert.

Es sei womöglich dessen letzte Saison bei Racing Point und die letzte Möglichkeit, einen Grand Prix zu gewinnen, schrieb der 57-Jährige bei Twitter. "Auch wenn er der bessere Pilot ist und bessere Ergebnisse erzielt hat, ist es schwer, bei einer Ankunft von Vettel den anderen Fahrer zu ersetzen - den Sohn des Besitzers", erklärte der ehemalige Präsident. Unter dem Hashtag #KeepCheco (Haltet Checo) formieren sich in den sozialen Netzwerken nun die Perez-Fans und hoffen, dass der Mexikaner bleibt.