Mexikaner in Isolation

Formel 1: Sergio Perez mit Coronavirus infiziert

31. Juli 2020 - 10:36 Uhr

Corona-Infektion: Perez verpasst Silverstone

Erster Corona-Fall im Formel-1-Fahrerfeld: Racing-Point-Pilot Sergio Perez ist vor dem Großbritannien-GP in Silverstone (Sonntag, ab 14 Uhr live bei RTL und online auf TVNOW) positiv auf Covid-19 getestet worden. Der Mexikaner musste schon zuvor in Quarantäne, nachdem ein erster Test kein klares Ergebnis gebracht hatte. Perez kann beim England-Doppelpack (das zweite Rennen findet vom 7. bis 9. August statt) somit nicht starten. Dafür gibt es wohl ein Blitz-Comeback: Nach RTL-Informationen sitzt Nico Hülkenberg in Silverstone im Racing Point, sofern der Deutsche selbst negativ auf Corona getestet wird.

FIA: Keine Auswirkungen auf GP-Austragung

"In Einklang mit den Bestimmungen der relevanten Gesundheitsbehörden hat sich Sergio Perez in Quarantäne begeben. Er wird den Anweisungen dieser Behörden weiterhin Folge leisten", teilten die Formel 1 und der Automobil-Weltverband FIA mit. Die Rennveranstalter, die Behörden und der Corona-Beauftragte der FIA arbeiteten daran, möglichst alle Personen, die mit Perez Kontakt hatten, ausfindig zu machen. Enge Kontakte des 179 GP-Starters seien ebenfalls schon isoliert.

Perez' Corona-Infektion habe keine größeren Auswirkungen auf das erste von zwei Silverstone-Wochenenden, hieß es weiter. Sprich: Der Großbritannien-GP findet wie geplant statt.

Corona-Infektion wohl in Spanien

Racing Point teilte mit, Perez gehe es "körperlich gut", er sei "frohen Mutes". Der Rennstall plant weiterhin mit zwei Autos in Silverstone zu starten. Als Ersatzfahrer wird Nico Hülkenberg gehandelt, der damit ein spektakuläres Formel-1-Comeback geben könnte.

Nach RTL-Infos infizierte sich Perez in Spanien. Der F1-Fahrer wohnt in Madrid. Fünf Team-Mitglieder von Racing Point sind demnach auch in Quarantäne.

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Strenge Hygieneregeln im Formel-1-Zirkus

Die Königsklasse hatte ihre Saison Anfang Juli mit strengen Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen aufgenommen. Die Anzahl der Personen im Fahrerlager wurde auf ein Mindestmaß reduziert.

Zudem soll während der Rennwochenenden streng darauf geachtet werden, dass die jeweiligen Teilnehmer ihre "Blase" nicht verlassen, damit auch bei positiven Fällen so wenige Personen wie möglich in Quarantäne geschickt werden müssen.

Rund um die Rennen werden mehr als 4.000 Tests pro Woche bei Fahrern, Teamangehörigen und weiterem Personal durchgeführt. Während der ersten beiden Saisonläufe in Spielberg gab es dabei kein positives Ergebnis. Die ersten beiden Coronafälle traten anschließend in der Woche des Ungarn-Rennens auf, betrafen aber keinen der Hauptdarsteller.