1. Training zum Steiermark-GP

Perez fährt Bestzeit - Ferrari und Vettel weit zurück

F1 Grand Prix of Austria
© Getty Images, Bongarts, AJB

10. Juli 2020 - 15:30 Uhr

1. Freies Training: Perez vorne - Mercedes eigentlich aber am Schnellsten

Österreich, die Zweite, erste Überraschung: Racing-Point-Pilot Sergio Perez ist beim 1. Freien Training zum Großen Preis der Steiermark in Spielberg (Sonntag, 14 Uhr live bei RTL und online auf TVNOW) zur Bestzeit gerast. Der Mexikaner umrundete die Alpenpiste in 1:04,867 Minuten und verwies Red-Bull-Mann Max Verstappen (+0,096 Sekunden) auf Rang 2. Die "Schwarzpfeile" von Mercedes folgten auf den Plätzen 3 und 4, wobei Auftaktsieger Valtteri Bottas (+0,222) erneut einen Tacken flotter war als Weltmeister Lewis Hamilton (+0,253). Ferraris Frontflügel-Update machte sich noch nicht bemerkbar: Sebastian Vettel und Charles Leclerc fuhren – wie schon vergangene Woche – hinterher.

Wegweiser für Steiermark GP: Hamilton und Bottas fahren Topzeiten auf Medium

Vettel belegte mit 0,9 Sekunden Rückstand den 10. Platz, Scuderia-Rivale Leclerc landete nur auf Rang 12 (+0,970). Und das, obwohl die Roten ihre schnellsten Runden - im Gegensatz zu Mercedes - auf den schnellen Soft-Walzen hinlegten.

Apropos Walzen: "Reifenbereinigt" war Mercedes in der 1. Steiermark-Session wieder das Maß der Dinge. Denn: Bottas und Hamilton stanzten ihre Bestzeiten anders als Perez und Verstappen (beide Soft) auf den härteten Medium-Pneus. Trotz der langsameren Gummis lagen die Schwarzpfeile nur zwei Zehntelchen hinter Perez.

Für den 30-jährigen Mexikaner war es die erste Trainings-Bestzeit seit dem Italien-GP 2018 (auch damals war Perez in Sitzung 1 der Schnellste). Racing-Point-Kollege Lance Stroll untermauerte als Fünfter das Potenzial der Pinken, die mit ihrer Kopie des 2019er Mercedes offenbar alles richtig gemacht haben.

Nach schwachem Auftakt: Drei Mittelfeld-Autos vor Ferrari

Die Teams nutzten die ersten 90 Minuten intensiv, um ihre Boliden auf das zweite Spielberg-Rennen binnen einer Woche abzustimmen. Beim ersten Rennen hatten nahezu alle Fahrer Probleme mit den tückischen Randsteinen auf dem Red Bull Ring.

Mercedes hatte seine Autos schon während der Woche entsprechend nachgerüstet, nachdem die Kerbs beim Auftaktrennen Sensoren-Problemen im Getriebe verursachten.

Auch Ferrari geht mit einem Mini-Update in Form neuer Frontflügel in den Steiermark-GP. Im 1. Training machte dieser für die Roten aber noch nicht den erhofften Unterschied. Mit Carlos Sainz (7./McLaren), Pierre Gasly (8./AlphaTauri) und Daniel Ricciardo (9./Renault) lagen drei Mittelfeld-Autos vor Vettel und Leclerc.

Mieser Auftakt für Williams

Einen Auftakt zum Vergessen erwischte (leider mal wieder) Williams. F1-Rookie Nicholas Latifi rollte nach gut einer halben Stunde saft- und kraftlos raus – Getriebeprobleme.

Der Williams kam an den Haken, das Training wurde für einige Minuten mit einer Roten Flagge unterbrochen.

Die Williams-Truppe muss sich jetzt sputen, damit Latifis Auto am Nachmittag wieder fahrtüchtig ist. Das 2. Training könnte für die Teams enorm wichtig werden, um möglichst viele Runden abzureißen. Denn: Für Samstag sagen die Wetterfrösche in der Steiermark Unwetter voraus.