Rosenkrieg droht bei der Scuderia

Ferrari: Binotto bügelt Vettel-Kritik ab

11. August 2020 - 16:05 Uhr

Ferrari weist Schuld von sich

Es kracht im Gebälk – und das nicht nur zwischen den Zeilen: Die Ehe zwischen Sebastian Vettel und Ferrari droht in einem Rosenkrieg zu enden. Während des Rennens in Silverstone hatte der viermalige Weltmeister die Boxenstopp-Strategie seines Teams via Funk scharf kritisiert. Man habe ihn zu früh zum Reifenwechsel beordert. Und Ferrari? Ist sich keiner Schuld bewusst. Das Problem liege beim Fahrer. Die Kritik am Team kann Teamchef Mattia Binotto nicht nachvollziehen.

Teamchef Binotto: Team hat alles richtig gemacht

Ob man ihn zu früh reingeholt habe oder nicht, sei nicht das Entscheidende für seinen Rennverlauf. "Sein Rennen wurde beim Start beeinträchtigt", sagt Binotto mit Blick auf Vettels Dreher nach dem Start. "Ich glaube, das war der Knackpunkt, nicht die gewählte Strategie." Die Reifentaktik sei teamintern hingegen kein Thema.

"Vielleicht haben wir die ideale Entscheidung ein paar Runden vorgezogen, weshalb er eine Position an Räikkönen verloren hat, von der wir aber wussten, dass er sie ohne Zeitverlust wiederkriegen würde", verteidigt Binotto das Team. Aus seiner Sicht sei es "die richtige Entscheidung für das Team" gewesen. "Wir glauben nicht, dass wir Sebastian benachteiligt haben. Er hat Kimi ja sofort wieder überholt."

Ferrari weiter in der Krise: Schwarze Wolken über Maranello

Boxenstopp, Reifenwahl – Vettel ließ nach dem Silverstone-Rennen kein gutes Haar an der "roten Box". Und Binotto? Keinen weiteren Kommentare. Bei Ferrari brennt die Luft. "Die Situation zeigt, wie angespannt die Situation zwischen ihm und dem Team ist", sagte Nico Rosberg bei RTL. Ob das noch lange gut geht?