Mit 40 nicht mehr dabei

Vettel will kein Formel-1-"Opa" werden

Sebastian Vettel
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25. Januar 2021 - 13:32 Uhr

Formel 1: Vettel will in zehn Jahren nicht mehr Königsklasse fahren

Mit 40 Jahren sieht sich der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel nicht mehr in der Formel 1. "In diesen Dingen bin ich sehr rational", sagte der 33-Jährige dem Fachmagazin "Racer": "Ich werde das noch ein paar Jahre machen, aber wir reden da sicher nicht von zehn Jahren oder mehr."

"Musste nie gehätschelt werden"

Dabei gibt es durchaus Beispiele für aktive Fahrer jenseits der 40. Kimi Räikkönen (Alfa Romeo) ist 41, Comebacker Fernando Alonso (Alpine) wird im Laufe der Saison die Marke knacken – und auch Michael Schumacher war bei seinem Comeback im Mercedes (2010-2012 ) in diese Altersdimension vorgedrungen.

Nach seiner Entlassung bei Ferrari habe Vettel durchaus eine Weile darüber nachgedacht, "was ich als nächstes tun möchte. Wir wissen ja alle, was dabei rausgekommen ist, und jetzt sehen wir mal weiter." Vettel fährt künftig für Aston Martin, das Nachfolgeteam von Racing Point. In der vergangenen Woche hatte der viermalige Weltmeister das Werk in Großbritannien für Arbeit am Simulator und eine erste Sitzprobe besucht. Ein erster Vorgeschmack auf die anstehenden Saison – in British Racing Green.

Dass Vettel seit 2009 nur für zwei Teams - 113 Rennen für Red Bull, 118 für Ferrari - gefahren ist und sich mit dem Wechsel zu Aston Martin noch einmal auf ganz neue Gegebenheiten einstellen muss, sieht der dreifache Familienvater nicht als Problem. "Ich war immer Herr meiner Entscheidungen und musste nie gehätschelt werden", versicherte er: "Ich brauche niemanden, der mir die Hand hält und mir sagt, was ich tun soll."

Sebastian Vettel: Eine Tür geht zu, eine andere auf

Sein Wechsel zu Ferrari sei 2015 mit dem klaren Ziel erfolgt, Weltmeister zu werden. "Der Titel war das große Ding", sagte Vettel: "Deshalb muss man ganz klar sagen, dass im Rückblick natürlich etwas fehlt." Dennoch seien die Jahre bei Ferrari keine verlorenen gewesen: "Ich habe viel gelernt, das wird mir in der Formel 1 und auch im täglichen Leben immer weiterhelfen. Ich gehe reicher, als ich gekommen bin, und das meine ich nicht in finanzieller Hinsicht."

Ferraris Entscheidung, sich nach sechs gemeinsamen Jahren von Vettel zu trennen, hat dieser zwar nicht richtig verstanden, "aber um ehrlich zu sein: Das muss ich auch nicht, und es würde auch nichts ändern." Er habe nie darum gekämpft, bleiben zu dürfen, weil "ich immer der Meinung war, wenn sich eine Tür schließt, geht eine andere auf".

RTL.de/sid