Formel 1: Sebastian Vettel will in Frankreich, Österreich und England richtig reinhauen

Hat momentan Oberwasser: Sebastian Vettel will auch in Frankreich wieder den Vettel-Finger zeigen.
Hat momentan Oberwasser: Sebastian Vettel will auch in Frankreich wieder den Vettel-Finger zeigen.
© imago/HochZwei, HOCH ZWEI, imago sportfotodienst

21. Juni 2018 - 21:06 Uhr

Ferrari bestens gerüstet nach Le Castellet

Sebastian Vettel will beim Formel-1-Triple-Whopper Frankreich-Österreich-England so richtig reinhauen. Binnen drei Wochen könnte der Ferrari-Star beim wegweisenden Grand-Prix-Hattrick den Grundstein für seinen fünften WM-Titel legen. Los geht's am Wochenende mit der F1-Rückkehr nach Frankreich in Le Castellet (Sonntag ab 15.15 Uhr live bei RTL oder online im RTL-Livestream bei TVNOW.de und in der TV NOW App). Vettel sieht sich und sein Team bestens gerüstet.

Sebastian Vettel mahnt: "Der Weg ist noch lang"

"Wir haben ein sehr effizientes Auto. Das Wichtigste ist, dass das Auto überall funktioniert, wo wir hinkommen", sagte Vettel vor dem achten von 21 Saisonrennen. Als Topfavorit auf Titel und Frankreich-Trophäe sieht sich der WM-Spitzenreiter trotz seiner zuletzt dominanten Vorstellung beim Kanada-GP nicht. "Es ist noch ein langer Weg", mahnte der 30-Jährige. Zwar habe sich die Scuderia verbessert. "Aber wir brauchen noch mehr."

Dennoch: Vettels Vertrauen in die Stärken des eigenen Autos ist bemerkenswert. Vor allem eingedenk der Tatsache, dass die Königsklasse erstmals im Rennbetrieb auf dem neu gestalteten Circuit Paul Ricard in Le Castellet fährt.

Lewis Hamilton hat "keine Ahnung", was auf Mercedes zukommt

Die Konkurrenz von Mercedes lässt angesichts des Daten-Lochs für die Piste in Südfrankreich vorsichtige Töne anklingen. "Das Rennen dürfte interessant werden. Wir fahren nicht oft auf einer Strecke, zu der wir wenige bis gar keine Daten vorliegen haben", betonte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. Die Vorbereitung auf den Grand Prix gestalte sich "etwas kniffliger als normal und sorgt mit einer Unbekannten für eine noch größere Herausforderung".

Vettels WM-Rivale Lewis Hamilton gibt derweil unumwunden zu, "absolut keine Ahnung" zu haben, was ihn in Frankreich erwarte: "Ich weiß nicht, was für ein Rennen uns die Strecke bieten wird. Ich kann es nicht sagen", sagte der Brite.

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Weltmeister zuletzt wenig hamiltonhaft

Zuletzt wirkte Hamilton auf seiner Lieblingsstrecke in Kanada nur wie ein Schatten seiner selbst, sah gegen Silber-Kollege Valtteri Bottas kein Land – von Vettel im Ferrari ganz zu schweigen. Überhaupt ist es noch nicht Hamiltons Saison, obwohl er schon zwei Siege eingefahren hat und in der WM-Wertung nur einen lumpigen Punkt hinter Vettel auf Rang 2 liegt. Wirklich hamiltonhaft – soll heißen: in der dominanten Manier der Vorjahre – präsentierte sich der viermalige Champion bisher einzig bei seinem Triumph in Barcelona.

Toto Wolff gibt Silber-Devise aus: Punkte, Punkte, Punkte

Die relative Hamilton-Schwäche hängt auch mit einem Durchhänger des Weltmeister-Teams zusammen. Der Silberpfeil hat im Vergleich zu Ferrari und Red Bull nicht nur deutlich an Pace eingebüßt. In Kanada wurde Mercedes zudem den eigenen Ansprüchen nicht gerecht, als ein Motoren-Upgrade wegen "Qualitäts-Problemen" nicht wie geplant einsatzbereit war. So kämpften Hamilton und Bottas mit abgestumpften PS-Waffen gegen Vettel, der mit einer Ferrari-Ausbaustufe durch Montreal jagte. In Le Castellet soll der frische Motor der roten Konkurrenz endlich wieder das Fürchten lehren.

Silber-Teamchef Wolff machte aus der Zielsetzung der Silbernen vor dem Auftakt des "Triple-Headers" (dem Frankreich-GP folgen jeweils im Wochenabstand der Große Preis von Österreich und der England-Klassiker in Silverstone) jedenfalls keinen Hehl. Es biete sich die Chance, "innerhalb von drei Wochen jede Menge Punkte einzufahren - und genau das haben wir uns vorgenommen".