Bei Mercedes hakt es noch

Formel 1: Sebastian Vettel und Ferrari kommen bärenstark aus der Sommerpause

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30. August 2019 - 14:39 Uhr

Technik bremst Hamilton aus

Endlich heulen die Formel-1-Motoren wieder. Nach vier Wochen Ruhe trafen sich die 20 Formel-1-Piloten beim Großen Preis von Belgien Spa-Francorchamps - der Lieblingsstrecke der meisten Fahrer (Sonntag, ab 14.00 Uhr live bei RTL und im Live-Stream bei TVNOW). Am besten scheint Ferrari die Sommerpause genutzt zu haben.

Große Lücke zu Ferrari

SPA, BELGIUM - AUGUST 30: Lewis Hamilton of Great Britain and Mercedes GP prepares to drive in the garage during practice for the F1 Grand Prix of Belgium at Circuit de Spa-Francorchamps on August 30, 2019 in Spa, Belgium. (Photo by Dean Mouhtaropoul
Lewis Hamilton
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Gut erholt und top-motiviert raste Sebastian Vettel im 1. Freien Training auf Platz 1. 1:44,574 Minuten brauchte Vettel für seine beste Runde über die Ardennen-Achterbahn. Platz 2 ging an Charles Leclerc. Vettels Teamkollege fehlten 0,214 Sekunden.

Wer Mercedes ganz vorne erwartet hatte, wurde enttäuscht. Die Silberpfeile kamen mit ungewohnten Problemen aus der Sommerpause. Lewis Hamilton kämpfte mit technischen Problemen und landete nur auf Platz 6. Lange stand er in der Box, weil das Team am Auto schraubte. Das Gaspedal und die Software streikten. 1,399 Sekunden fehlten dem Weltmeister em Ende auf Vettel.

Hülkenberg hat sein Aus schlecht verdaut

Auch Valtteri Bottas kam nicht an die Ferrari-Zeiten heran. Der Finne, der auch in der kommenden Saison für Mercedes fahren darf, wurde mit 1,308 Sekunden Rückstand Fünfter. Beide Mercedes-Piloten fuhren ihren schnellsten Runden allerdings auf den Medium-Reifen. Die Konkurrenten wählten hingegen alle die schnellere Soft-Variante.

Weil Mercedes schwächelte, präsentierte sich Red Bull als zweitstärkste Kraft. Max Verstappen raste auf Rang 3 (+ 0,933), gefolgt von Alexander Albon (+ 1,010). Der Neuling im Red-Bull-Team lieferte eine starke Leistung ab und war nur unwesentlich langsamer als sein Teamkollege.

Stroll geht die Haube fliegen

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Lance Stroll
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Lance Stroll erregte Aufsehen - wie so oft in der Vergangenheit. Diesmal trug der Racing-Point-Pilot jedoch keine Schuld. Eine seitliche Motorenabdeckung flog bei voller Fahrt vom Auto und gewährte ungewollte Einblicke unter die Haube. Sportlich lief es hingegen ganz gut für den Kanadier. Platz 7 stand nach Trainingsende auf dem Tableau.

Einen mäßigen Einstand nach der Sommerpause hatte Nico Hülkenberg. Der Deutsche, der nach der Saison sein Cockpit bei Renault räumen muss, belegte nur Rang 11 (+ 2,095). Und wieder musste er sich deutlich seinem Teamkollegen Daniel Ricciardo (+ 1,852/Platz 8) geschlagen geben. Vielleicht lag Hülkenberg die schlechte Nachricht über sein Aus noch schwer im Magen.

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