Nächste Quali-Schmach

Vettel total ratlos: "Habe alles versucht, mehr kann ich nicht machen"

08. August 2020 - 19:37 Uhr

Vettel macht und tut - es geht aber nix

Auch die Mund-Nasen-Maske konnte Sebastian Vettels Frust nach dem Qualifying zum Jubiläums-GP der Formel 1 in Silverstone (Sonntag, 14 Uhr, live bei RTL und auf TVNOW) nicht verbergen. Wieder schied der viermalige Weltmeister in der zweiten Quali-Runde aus. Wieder kämpfte er sich im Cockpit ab. Wieder machte sein Ferrari nicht, was Vettel wollte. "Egal was ich probiere, ich mache keinen bedeutenden Schritt nach vorne", sagte der 33-Jährige nach der abermaligen Silverstone-Schmach am RTL-Mikro – und wirkte resigniert. Das komplette Interview sehen Sie oben im Video.

Hamilton-Spitze gegen Ferrari

"Ich bin jetzt lange genug dabei. Ich habe sehr viel probiert, aber wir sind in den zwei Wochen bis jetzt auf keinen grünen Zweig gekommen", resümierte Vettel. Mit seiner eigenen Leistung könne er leben. "Ich bin eigentlich zufrieden mit meinen Runden, sowohl mit dem Medium als auch mit dem Soft. Ich bin damit zufrieden, was ich aus meinem Auto herausgeholt habe."

Ernüchternde Worte, in denen auch Vorwürfe an Ferrari stecken dürften – zumal Stallrivale Charles Leclerc (Platz 8) wieder deutlich besser zurecht kam. Vettel hatte sich zuletzt immer wieder beklagt, von der Scuderia nicht genug Unterstützung zu bekommen.

Vor dem zweiten Silverstone-Rennen sprang ihm Weltmeister Lewis Hamilton zur Seite. "Ferrari tut im Moment nicht wirklich viel, um Sebastian strahlen zu lassen", sagte der Mercedes-Pilot.

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„Ein Vettel ist keine drei, vier Zehntel langsamer als ein Leclerc“

Was nicht nur Vettel stutzig macht: Sein riesen Rückstand auf Scuderia-Nachbar Leclerc. Rund eine halbe Sekunde hinkt der Deutsche in Silverstone hinter seinem Stallrivalen her. Ein Indiz, dass an Vettels SF1000 irgendwas nicht stimmt.

Denn: "Ein Vettel ist keine drei, vier Zehntel langsamer als ein Leclerc", merkte RTL-Experte Christian Danner bereits während des Qualifyings an.

Von dieser Einschätzung kann sich Vettel freilich nichts kaufen. Er bleibt bis auf weiteres das Gesicht des Frusts in der Formel 1.