Was kommt nach Ferrari?

Vettel denkt über seine Zukunft nach

F1 Grand Prix of Bahrain
© Getty Images, Bongarts

08. April 2019 - 15:57 Uhr

Entwicklung der Formel 1 ist nicht nach Vettels Geschmack

Zu 100 Prozent glücklich ist Sebastian Vettel in der Formel 1 zurzeit nicht. Das liegt aber nicht nur an dem durchwachsenen Saisonstart mit Ferrari, sondern auch an der Entwicklung, die die Königsklasse des Motorsports nimmt. Deshalb macht sich viermalige Weltmeister Gedanken über seine Zukunft.

Vettel folgt dem puristischen Ansatz

"Mein Vertrag läuft bis 2020. Ich bin sicher, dass ich dieses und nächstes Jahr fahren will", sagte Vettel der 'Sunday Times'. "Danach weiß ich nicht, was mit dem Reglement passiert. Das weiß bisher niemand." Er könne nicht "hier sitzen und sagen", er bleibe in der Formel 1, nur um unbedingt Formel-1-Fahrer zu sein.

Dem Ferrari-Piloten ist das Reglement zu kompliziert geworden. Das verwässere vieles in der F1. Er würde lieber zu den Wurzeln zurückkehren, anstatt sich Gedanken um Hybrid-Motoren und DRS-Zonen zu machen, so Vettel. Der Kampf Mann gegen Maschine und Mann gegen Mann müsse wieder mehr im Mittelpunkt stehen.

Vettel beklagt den Trend vom Sport zur Show

"Viele der Werte, die es einmal gab, gibt es heute nur noch teilweise. Die Formel 1 ist mehr eine Show und ein Business als ein Sport. Das kann man vielleicht auch über andere Sportarten sagen, aber da betrifft es den eigentlichen Sportler nicht so sehr wie bei uns", so Vettel, der sich deshalb eine klare Ausrichtung für Zukunft wünscht.

"Wenn wir sagen, wir sind eine Show, dann machen wir eine Show. Aber ich habe das Gefühl, dass wir eine Menge Zeit und Energie mit Regeln verschwenden, die nur teuer sind, aber nichts bringen."