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Stimmen zum Sakhir-GP

Perez strahlt, Russell am Boden

06. Dezember 2020 - 22:42 Uhr

Perez Nutznießer von Russells Schicksal

George Russell fuhr dem Sieg entgegen, doch ein Bock seiner Crew und ein Plattfuß am Mercedes bereiteten dem Traum vom ersten Grand-Prix-Sieg für den Youngster ein bitteres Ende. Aber wie heißt es so schön? Des einen Leid ist des anderen Freud': Sergio Perez wurde zum Nutznießer, fuhr im 190. Rennen seinen ersten Sieg in der Königsklasse ein. Oben im Video erklärt er seinen Erfolg.

Perez: "Habe die besten Jahre noch vor mir"

"Es war ein verrücktes Rennen", sagte ein sichtlich aufgewühlter, emotional ergriffener Perez nach der Siegesfeier. "Als ich in der ersten Runde getroffen wurde, dachte ich: 'Nicht schon wieder. Muss das wieder uns passieren?'"

Der Mexikaner ließ sich nicht hängen. "Beim Safety Car ging ich in die Box, holte mir Soft-Reifen, ramponierte sie mit einem Fahrfehler, aber musste draußen bleiben, weil wir keine anderen Reifen mehr hatten. Teilweise konnte ich wegen der Vibrationen kaum mehr das Lenkrad halten, meine Hände taten weh. Als ich dann auf die anderen, neuen Reifen wechselte, sagte ich zu meinem Team: 'Das fährt sich ja wie eine Limousine.' Wir haben bis dahin aber nicht dran geglaubt, dass wir heute gewinnen könnten."

Der 30-Jährige weiter: "Ich möchte nicht zu sehr feiern, muss mir erst sicher sein, dass es kein Traum ist. Ich habe so oft vom Sieg geträumt – und dann war es doch nicht wahr."

Für nächstes Jahr rechnet er nicht mit einem Cockpit in der Formel 1, aber mit Optionen, 2022 zurückzukommen: "Ich habe die besten Jahre noch vor mir, will zurückkommen." 2021 wird Perez im künftigen Aston-Martin-Team Sebastian Vettel ersetzt.

Russell: "Kein schönes Gefühl"

Der tragische Neunte George Russell wird wohl noch einige Tage am verpassten Erfolg zu knabbern haben, war erst einmal am Boden. "Ich kann es nicht so recht in Worte fassen. Als ich aus dem Auto stieg, war es wirklich kein schönes Gefühl", sagte er. "Ich hatte Rennen, in denen mir der Sieg genommen wurde – aber gleich doppelt? Ich konnte es nicht glauben. Ich habe alles gegeben, was ich hatte, fühlte mich gut in den ersten Runden."

Das 22-jährige Top-Talent zog trotz allem auch positive Dinge aus dem Tag: "Ich bin unfassbar stolz auf das, was wir erreicht haben, glücklich, die Gelegenheit gehabt zu haben."

Zum Fehler der Crew sagte er: "Es ist ein Teamsport, so ist das eben. Manchmal versaut es der Fahrer, manchmal andere. Wir lernen aus diesen Dingen."

Sergio Perez gönnt er den Sieg von Herzen: "Er verdient diesen Erfolg, er ist ein toller Fahrer."

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