Formel 1: Ross Brawn ist nicht begeistert von den neuen Heckflossen

MONTMELO, SPAIN - MARCH 02:  Kimi Raikkonen of Finland driving the (7) Scuderia Ferrari SF70H on track  during day four of Formula One winter testing at Circuit de Catalunya on March 2, 2017 in Montmelo, Spain.  (Photo by Dan Istitene/Getty Images)
Die Haifischflosse und der T-Flügel sind Formel-1-Sportchef Ross Brawn ein Dorn im Auge.
wt, Getty Images, Bongarts

Vor der neuen Formel-1-Saison sehen die Autos endlich wieder mehr wie Rennwagen aus. Diese Ansicht teilt auch der F1-Sportchef Ross Brawn. Der größte Aufreger in den neuen Designs sind die riesigen Heckflossen, die bei manchen Autos wie eine Wand zwischen Cockpit und Heckflügel wirken. Was vielen Formel-1-Fans negativ aufstößt, ist auch Ross Brawn ein Dorn im Auge.

"Solche Auswüchse sind nicht gewollt"

Der Brite äußerte sich im Interview mit 'Formula1.com' zu seinen Eindrücken aus der ersten Testwoche und dazu, was er sich von der neuen Saison verspricht. Mit dem Design der neuen Autos ist Brawn grundsätzlich zufrieden: "Als Rennwagen sehen sie aufregender aus als zuletzt." Sie seien schneller und sehr beeindruckend in den Kurven. "Die Fahrer haben mir erklärt, dass es für sie körperlich eine große Herausforderung sei. Das ist, was wir wollten", so Brawn.

Trotz der überwiegend positiven Eindrücke, sieht der F1-Sportchef natürlich noch Verbesserungsmöglichkeiten. Bei neuen Regularien sei es normal, dass es zu Auswüchsen komme, die nicht gewollt seien, sagte Ross Brawn: "Diese unbeliebten Haifischflossen sind zurück. Darum müssen wir uns beizeiten kümmern."

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Ross Brawn erfreuen die schnellen Rundenzeiten in den ersten Tests

Auch in den T-Flügeln an den Enden der Haifischflossen sieht der 62-Jährige "Auswüchse an der Peripherie". Diese sollten aber nicht den positiven Eindruck der neuen Philosophie überdecken und man werde es angehen, die unbeabsichtigten Regelauslegungen auszumerzen. "Wir wollen, dass es kerniger aussieht", so Brawn.

Der frühere technische Direktor von Benetton und Ferrari zeigt sich zufrieden, mit den ersten Test-Eindrücken aus Barcelona und hebt die deutlich fallenden Rundenzeiten hervor: "Das war der Grund für die Regeländerungen, wir wollten die Geschwindigkeit und das Rennverhalten der Autos verbessern." Auf lange Sicht hoffe er auch, Lösungen im Design der Autos zu finden, um das DRS nicht mehr zu brauchen.