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Formel 1: Rettete der Halo beim Belgien-GP Charles Leclerc das Leben?

Formel 1: Rettete der Halo beim Belgien-GP Charles Leclerc das Leben?

Formula One F1 - Belgian Grand Prix - Spa-Francorchamps, Stavelot, Belgium - August 26, 2018  McLaren's Fernando Alonso and Sauber's Charles Leclerc crash at the first corner  REUTERS/Francois Lenoir
Das hätte ohne Halo übel ausgehen können: Der McLaren von Fernando Alonso trifft den Sauber von Charles Leclerc
RC, REUTERS, FRANCOIS LENOIR

Umstrittener Cockpit-Schutz rettet Charles Leclerc

Fans und Fahrern ist er eigentlich ein Dorn im Auge: Halo - der Cockpitschutz, der aussieht wie die Schlaufe eines Flip-Flop-Schlappen und seit dieser Saison die Köpfe der Formel-1-Piloten überspannt. Beim Großen Preis von Belgien hat Halo nun möglicherweise Sauber-Pilot Charles Leclerc das Leben gerettet - zumindest aber eine schwerwiegende Verletzung des Nachwuchstalents verhindert.

Charles Leclerc: "Der Halo hat wohl geholfen"

Bei dem von Renault-Pilot Nico Hülkenberg ausgelösten Startcrash in Spa-Francorchamps hob Fernando Alonsos spektakulär ab und krachte von oben auf den Sauber von Leclerc. Der Titanbügel über Leclercs Helm lenkte Alonsos Boliden dabei ab.

"Der Halo hat wohl geholfen", sagte Leclerc: "Er wurde sehr hart getroffen, ist stark beschädigt, ich war bei diesem Crash ansonsten völlig hilflos."

Fernando Alonso: "Halo scheint zu funktionieren"

Alonso war ebenfalls froh, dass der lange unbeliebte Halo-Schutz zur Stelle war. "Das Positive an dieser Sache ist: Der Halo scheint zu funktionieren", sagte der Spanier.

Auch Unbeteiligte hatten das Gefühl, dass der Unfall ohne Halo wohl einen anderen Verlauf genommen hätte. "Es hätte sehr übel ausgehen können. Ich bin daher glücklich, dass wir den Halo haben", sagte etwa Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff, der zu Saisonbeginn zu den schärften Kritikern "dieses Monstrums" gezählt hatte.

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Nico Rosberg: "Wir können die Diskussionen um den Halo beenden"

​Ein Schutz des Formel-1-Cockpits war über Jahre diskutiert worden, neue Fahrt nahm die Arbeit an einer Lösung auch durch den tödlichen Unfall des Franzosen Jules Bianchi im Jahr 2014 auf. Die FIA testete zahlreiche Varianten, letztlich machte der Halo das Rennen: Ein Bogen rund um den Helm der Piloten, der vorne von einer Strebe gehalten wird.

Diese Lösung verändert das Aussehen der traditionell offenen Cockpits in der Königsklasse. Halo ist vor allem für die Augen von Motorsportpuristen eine Beleidigung. Auch seine Wirksamkeit wurde immer wieder angezweifelt. Das hat sich nach dem Belgien-GP 2018 erledigt.

Der zurückgetretene Ex-Weltmeister Nico Rosberg twitterte: "Wir können die Diskussionen um den Halo beenden. Er wird Leben retten!" Man solle dem Automobil-Weltverband FIA danken.