"Viele Punkte noch offen"

Formel-1-Regelreform: Teams weiter zerstritten

15. Oktober 2019 - 10:57 Uhr

Letzte Aussprache in Paris

In der hitzigen Debatte über die Formel-1-Regelreform ab 2021 sind die Teams weiterhin zerstritten. "Es sind noch eine Menge Punkte offen", sagte der diplomatisch versierte Ferrari-Teamchef Mattia Binotto nach dem Japan-GP. Am Mittwoch treffen sich in Paris Vertreter des Automobil-Weltverbandes FIA, der Formel-1-Rechteinhaber sowie die Teamchefs ein letztes Mal zur Aussprache. Was sich Weltmeister Lewis Hamilton von den neuen Regeln wünscht, sehen Sie im Video.

Offenbar 6:4 für alte Regeln

Nach Informationen des Fachmagazins 'auto motor und sport' sind sechs der vier Rennställe dafür, am alten Reglement festzhalten - darunter die Top-Teams Mercedes, Ferrari und Red Bull.

Einig sind sich die Parteien im Prinzip nur darin, dass die Aerodynamik so vereinfacht werden soll, dass auf der Strecke mehr Überhol-Action möglich ist. Ein Ziel, das schon bei vergangenen Regelreformen und -änderungen stets gebetsmühlenartig formuliert wurde.

Binotto: Ferrari hat wichtige Stimme

Ferrari besitzt als einziges Team seit Gründung der Formel 1 im Jahr 1950 ein Veto-Recht. Mit Ablauf des Grundlagenvertrages (Concorde Agreement) Ende 2020 fällt dieses Einspruchsrecht der Scuderia nach Ansicht der Regelhüter weg.

"Wir haben eine Stimme, eine wichtige Stimme in der Debatte", erinnerte Binotto. Die neuen Regeln sollen am 31. Oktober präsentiert werden.

RTL.de/dpa