Aber nur mit Einschränkungen

Formel-1-Reform: Ferrari behält Veto-Recht

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21. Oktober 2019 - 15:46 Uhr

Erfolg am Verhandlungstisch

Ferrari behält auch im Rahmen des neuen Formel-1-Abkommens ab der Saison 2021 sein umstrittenes Veto-Recht. Nach Informationen italienischer Medien muss die Scuderia allerdings "einige Einschränkungen" in Kauf nehmen.

Sonderregel für Traditionsrennstall

Ferrari ist das einzige Team, das seit dem ersten offiziellen Rennen 1950 in der Formel 1 an den Start gegangen ist. Auch aus diesem Grund besitzen die Italiener im Gegensatz zur Konkurrenz ein Vetorecht, mit dem sie Regeländerungen verhindern können. Zudem kassiert der Traditionsrennstall als "Long Standing Team" 73 Millionen Dollar Antrittsgage.

Bis Ende Oktober soll ein finales Regelpaket für 2021 präsentiert werden. In diesem Zuge hatte F1-Eigentümer Liberty Media den Plan geschmiedet, das Vetorecht des dienstältesten Teams zu kappen. Nach Informationen der "Gazzetta dello Sport" soll sich Ferrari jedoch durchgesetzt haben und "die Boni und das Vetorecht im Grunde behalten, aber mit einigen Einschränkungen". Dies hätten die vierstündigen Gespräche am vergangenen Mittwoch unter Leitung von Jean Todt im FIA-Hauptquartier in Paris ergeben.

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Künftig könne die Scuderia Regeländerungen nicht mehr völlig im Alleingang verhindern. Stattdessen würden die strittigen Angelegenheiten vor dem Berufungsgericht der FIA landen. Das Veto umfasse die Power Units, die Finanzen sowie Regeln, welche die "DNA der F1" angreifen würden.

Teamchef Mattia Binotto hatte im Vorfeld betont, dass das Veto nicht nur für Ferrari, sondern auch "für die F1 insgesamt wichtig ist", so der Italiener: "Irgendwie schützt es nicht nur uns, sondern alle Teams, vielleicht auch vor Entscheidungen, die gegen den Geist oder das Interesse der Teams selbst gerichtet sind."