Sa | 12:15

Formel 1: Red-Bull-Boss Helmut Marko fordert von Max Verstappen 2019 den Titel

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Klare Ansage: Helmut Marko (r.) erwartet von Max Verstappen (l.) den Weltmeistertitel 2019 © REUTERS, MAXIM SHEMETOV

Verstappen soll Vettel als jüngsten Weltmeister ablösen

Red Bull hat nach Max Verstappens Sieg beim Grand Prix von Mexiko Selbstvertrauen getankt. Reichlich sogar. Bei der Ankunft in Sao Paulo, wo am Sonntag (ab 17.15 Uhr live bei RTL und im Livestream bei TV Now) der vorletzte WM-Lauf des Jahres ansteht, erstaunt Red-Bull-Chef Helmut Marko mit der Ankündigung: Nicht weniger als der Weltmeistertitel ist 2019 das Ziel.

Helmut Marko: "Es gibt keine Ausreden"

"Wir wollen den jüngsten Weltmeister der Geschichte krönen", sagte Marko und untermauerte den Ernst seiner Botschaft mit den Worten: "Es gibt keine Ausreden. Das habe ich dem Team gesagt." Der Mann für diesen Job ist Verstappen, mittlerweile 21 Jahre alt und dem Status als Supertalent langsam entwachsen.

Zwar wird der Niederländer wohl ewig ein Heißsporn bleiben, er schafft es aber auch immer besser, seine enormen Fähigkeiten zu kanalisieren. Gewinnt Verstappen 2019 tatsächlich den Titel, löst er Sebastian Vettel als bislang jüngsten Champion ab. Bei seinem ersten Triumph 2010 war der Deutsche 23 Jahre alt.

Bestes Chassis + besserer Motor = WM-Titel?

2018 Mexican GP AUTODROMO HERMANOS RODRIGUEZ, MEXICO - OCTOBER 28: Winner Max Verstappen, Red Bull Racing, celebrates on the podium with Sebastian Vettel, Ferrari during the Mexican GP at Autodromo Hermanos Rodriguez on October 28, 2018 in Autodromo
Wird das 2019 zum gewohnten Bild? Vettel muss Verstappen beim Jubeln zuschauen © imago/Motorsport Images, Andy Hone, imago sportfotodienst

Den wichtigsten Grund zum Optimismus bietet den Bullen aber nicht Verstappen, sondern der anstehende Wechsel vom Renault-Klotz auf Honda-Power. "Wir wissen, dass wir ein tolles Team haben, wir wissen, dass wir ein tolles Auto bauen, und wir wissen, wie stark unsere Fahrer sind", sagt Teamchef Christian Horner. "Wenn wir mit ein paar mehr Pferdestärken näher an Mercedes und Ferrari heranrücken, können wir es ihnen schwer machen." Und die wird es laut Marko geben.

"Honda ist Renault jetzt schon voraus", sagte der Österreicher. Das weiß er so genau, weil Red Bull einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz unverblümt ausspielt. Sie nutzen ihr Schwesterteam Toro Rosso in diesem Jahr als Honda-Versuchsballon und haben dabei Unmengen an Vergleichsdaten gesammelt. Ohne Rücksicht auf Verluste.

Toro Rosso opfert seine Saison für Red Bull

So werden in den Toro-Rosso-Boliden regelmäßig neue Motorenbestandteile ausprobiert, die Piloten Pierre Gasly, nächstes Jahr bei Red Bull, und Brendon Hartley kassieren daher immer wieder Startplatzstrafen. "Das ist die Taktik, um für nächstes Jahr das Beste herauszuholen", sagt Marko: "Toro Rosso opfert seine Saison für das große Ganze 2019. Das ist Teil unseres Konzepts mit Honda."

Greift dieses aggressive Konzept, kann es 2019 etwas werden mit dem Angriff auf Mercedes und Ferrari. Und Verstappen zum jüngsten Weltmeister der Formel-1-Geschichte werden.