27. Mai 2019 - 15:16 Uhr

Marko: "Bottas hätte doch nachgeben können"

Weil ihn seine Red-Bull-Crew nach einem superschnellen Boxenstopp zu früh in die Boxengasse entließ, kassierte Max Verstappen beim Monaco-GP eine 5-Sekunden-Zeitstrafe, wurde deshalb nur Vierter statt Zweiter.

'Unsafe Release', urteilten die Regelhüter, schließlich stieg Verstappen just in dem Moment aufs Gas, in dem Bottas seine Garage passierte. Es kam sogar zu einer leichten Kollision. Red-Bull-Berater Helmut Marko kann die Strafe nicht nachvollziehen - und ätzt gegen die Rennkommissare.

Verstappen kriegt zwei Punkte in 'Flensburg'

"Die Stewards sind glaube ich nicht große Fans von Max", sagte der Österreicher. Seine Lesart des Vorfalls: "Nachdem der Bottas hinten war, hätte er ja auch nachgeben können."

Worauf Marko mit Teil 1 seiner Steward-Schelte anspielt. Verstappen bekam in den vergangenen Jahren für diverse Manöver schon häufig Strafen aufgebrummt. Mit den zwei Strafpunkten für die Monaco-Nummer steht das 'Flensburger' Formel-1-Konto des 21-Jährigen bei sieben Punkten.

Verpasstes Monaco-Podium "sehr ärgerlich"

Viel schlimmer aber als der neuerliche Eintrag in die Sünderkartei: Verstappen verpasste wegen der Strafe das Podest. Statt seiner durften Sebastian Vettel und Bottas Fürst Albert II. die Hand schütteln. 

"Eine bittere Angelegenheit", befand Marko. Denn: "Den Speed haben wir gehabt, wenn man sieht, welche Rundenzeiten der Gasly (Verstappens Teamkollege Pierre Gasly, d. Red.) hingelegt hat. Und der war nicht am Limit, wir haben ihn einbremsen müssen. Es ist ärgerlich."

Marko wettert wegen Hamiltons rotem Kapperl

Auch zu Verstappens Attacke auf Hamilton kurz vor Rennende hatte Marko eine Meinung, die vom F1-Mainstream abwich. Sein Schützling, der den Weltmeister Ausgang des Tunnels von hinten angetitscht hatte, sei nicht schuld. "Beim Zwischenfall nach dem Tunnel ist meines Erachtens nach der Hamilton nach links hinüber gezogen", sagte der 76-Jährige.

Wenn überhaupt habe Hamilton "das was aufpassen" müssen, brachte Marko eine Strafe für den Mercedes-Dominator ins Spiel. Nachdem Hamilton aber zu Ehren Niki Laudas "ein rotes Kapperl" trug, werde das "sicher nicht der Fall sein", ätzte er weiter.

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