Pressestimmen zur nächsten Ferrari-Schmach

"Bald werden in Maranello Köpfe rollen"

20. Juli 2020 - 10:58 Uhr

Italien erwartet Personal-Rasur bei Ferrari

Während Lewis Hamilton bei seinem Ungarn-Triumph in einem eigenen Formel-1-Universum fuhr, erlebte Ferrari die nächste Schmach. Sebastian Vettel und Charles Leclerc wurden vom Mercedes-Imperator überrundet. Kein Wunder, dass die italienischen Journalisten personelle Konsequenzen bei der Scuderia erwarten/fordern. Großbritannien feiert dagegen King Lewis. Die internationalen Pressestimmen im Überblick.

"Vettel tut, was er kann"

ITALIEN

Tuttosport: "Ferrari steigt in die Serie B der Formel 1 ab. Während Hamilton den nächsten Sieg feiert, zeigt das Team aus Maranello immer mehr seine Unfähigkeit, mit Mercedes Schritt zu halten. Erwartet wird jetzt ein Personalwechsel. Zu viele Mängel belasten die Saison."

Corriere della Sera: "Jetzt hat Ferrari eine Gewissheit: Das Team hat ein katastrophales Auto entworfen. Die Fortschritte im Qualifying hatten einige Hoffnungen genährt, doch die Realität zeigt sich nach 70 Runden in Budapest in all ihrer Bitterkeit. In Maranello werden jetzt drastische Änderungen, nicht nur im technischen Bereich, sondern auch auf Management-Ebene erwartet."

Gazzetta dello Sport: "Wieder eine Demütigung für Ferrari - bald werden in Maranello Köpfe rollen. Das Urteil des Rennens in Ungarn ist klar: Nichts kann Ferrari in dieser Phase retten. Schlechter hätte das Team von Vettel und Leclerc nicht abschneiden können. Es ist noch tiefer als vor einem Jahr gestürzt, als Ferrari in Budapest eine ganze Minute hinter Hamilton lag."

Corriere dello Sport: "Hamilton beweist wieder einmal, dass er der beste Fahrer ist. Vettel macht, was er angesichts der schlechten Qualität seines Autos tun kann. Bei Leclerc macht das Team den Fehler, ihm weiche Reifen zu montieren."

La Repubblica: "Hamilton jagt die Erfolge. Ein exzellentes Auto und die Konzentration eines Meisters bescheren dem Briten einen Sieg nach dem anderen."

Briten werfen Mercedes Palmblätter zu Füßen

ENGLAND

Guardian: "Hamilton und Mercedes waren in Ungarn so überlegen, dass sich zur Konkurrenz eine Kluft auftat. Es wird ihm nicht gerecht, eine solche Leistung als routiniert zu bezeichnen, aber Hamilton fährt mittlerweile auf einem Level, das solche Rennen einfach wirken lässt."

Telegraph: "Hamilton feierte einen der überlegensten Siege der jüngeren Formel-1-Geschichte - und forderte dann die Konkurrenz auf, sich zu steigern, damit er nicht zu seinem siebten WM-Titel bummelt."

Daily Mail: "Eines vorweg: Wir sehen einen der großartigsten Fahrer und eines der dominantesten Teams der Formel-1-Geschichte. Wir sollten sie (Mercedes, d. Red.) bestaunen, ihnen Palmblätter zu Füßen werfen und die ganze Nacht auf sie anstoßen. Aber im nächsten Atemzug muss gesagt werden, dass ihre Dominanz uns keinen elektrisierenden Sport bringt."

Hamiltons "Vorführung"

SPANIEN

Marca: "Lewis Hamilton - der perfekte Pilot ohne Makel. Er ist unersättlich."

as: "Hamilton auf Schumachers Spuren. Erdrückender Sieg des Briten, er bekam gar nicht mit, was alles hinter ihm geschah."

El Mundo Deportivo: "Eine Vorführung Hamiltons! Ohne wenn und aber, er hatte keine Rivalen."

FRANKREICH

L'Equipe: "Unberührbar. Lewis Hamilton lässt der Konkurrenz keine Chance."

SCHWEIZ

Neue Zürcher Zeitung: "Nach drei Formel-1-Rennen in Folge steht bereits fest, dass der Titelverteidiger Mercedes heuer noch überlegener ist als im Vorjahr. Für Lewis Hamilton scheint dieses Fazit nach dem zweiten Sieg innerhalb einer Woche ebenfalls zu gelten."

Blick: "Lewis Hamilton Superstar! Alles wartet auf den Regen in Budapest. Doch er kommt nicht. So fährt der Engländer seinem 86. Sieg entgegen."

RTL.de/SID