Skandal-Pilot Mazepin

Neuer Wirbel um Grapsch-Video

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17. Dezember 2020 - 14:21 Uhr

Formel 1: Sexistisches Video holt Mazepin ein

Mick Schumachers kommender Haas-Teamkollege Nikita Mazepin hat weiter Ärger wegen seines sexistischen Videos auf Instagram am Hals. Nun nähren neue Einträge der jungen Frau aus dem Video die Vermutung, dass die ursprüngliche Erklärung der beiden nicht so ganz stimmte.

Was war passiert? Der Russe packte in dem inzwischen gelöschten Video der Frau auf der Rückbank eines Autos an die Brüste. Diese zeigte sich wenig begeistert und anschließend den Mittelfinger.

Die Erklärung der Frau: Der Formel-1-Fahrer und sie seien "seit langer Zeit gute Freunde" und die Aktion sei "nicht ernst", sondern ein "dummer Spaß" gewesen.

"Lass dich nie wieder von jemandem anfassen"

Schon kurz danach tauchten im Netz Zweifel an dieser Geschichte auf. Profil-Screenshots deuteten darauf hin, dass sich das Model und der Rennfahrer erst wenigen Stunden auf Instagram folgten und alles andere als "lange Zeit" kannten.

Nun teilte der Formel-1-Journalist Matt Gallagher neue Bilder aus der Instagram-Story der Frau, in der sie ihrem imaginären jüngeren Ich folgende Dinge rät: "Lass dich nie wieder von jemandem anfassen oder nicht respektieren" sowie den Spruch: "Trink lieber nicht mit Arschlöchern."

Anspielungen an den Auto-Vorfall mit Mazepin in der vergangenen Woche? Die Einträge sind inzwischen nicht mehr zu sehen.

Ärger mit Haas, F1 und FIA

Der Sexismus-Skandal könnte für Mazepin noch weitreichende Folgen haben. Der Weltverband FIA und die Formel 1 unterstützten die Reaktion des Haas-Teams auf Mazepins "unangebrachtes Verhalten" ausdrücklich, hieß es in einem Statement vergangene Woche.

Nach dem Auftauchen des Videos hatte sein künftiger Arbeitgeber zuvor deutlich reagiert. "Haas duldet das Verhalten Nikita Mazepins in dem kürzlich geposteten Video nicht", so der Wortlaut der Mitteilung: "Allein die Tatsache, dass dieses Video veröffentlicht wurde, empfinden wir als abscheulich."

RTL-F1-Experte Felix Görner meint, dass das Rüpel-Verhalten dem Rennstall noch auf die Füße fallen könne. "Es führt zu einem Imageproblem", erklärte der RTL-Reporter. "Die Formel 1 versucht sich seit Jahren von einem althergebrachten, sexistischen Bild zu verabschieden. Gerade in Amerika und bei Besitzer Gene Haas wird sowas genau unter die Lupe genommen. Am Ende ist es auch geschäftsschädigend, was er da macht."

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