Haas-Boss packt aus

Steiner nannte Mazepin einen „Idioten“

Nikita Mazepin fährt 2021 für Haas.
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21. Februar 2021 - 13:56 Uhr

Klare Ansage vom Teamchef

Der Saisonauftakt der Formel 1 rückt näher – und damit auch die Premiere für die beiden Haas-Rookies Mick Schumacher und Nikita Mazepin. Während sich die Motorsportwelt auf das Debüt von Schumi jr. freut, stehen der F1-Chance von Mazepin noch immer viele Fans kritisch gegenüber. Trotz seines "Grapsch-Skandals" darf der junge Russe, der am 2. März 22 Jahre alt wird, sein Cockpit für die Saison 2021 behalten. Team-Boss Gene Haas hat nun aber verraten, dass Günther Steiner seinem neuen Piloten eine klare Ansage gemacht hat, was er von ihm und seiner Aktion hält.

Haas: Von allen Seiten viel Kritik für Mazepin

"Ich glaube, Günther hat [Nikita] gesagt, er sei ein Idiot, dass man so was nicht macht und dass es völlig inakzeptabel war", verrät Haas im Interview mit "Racer". "Hoffentlich hat er seine Lektion gelernt. Schauen wir mal."

Mazepin bekommt nach der "internen Klärung" des Vorfalls also sein Debüt in der Königsklasse, steht dabei aber sicher unter besonderer Beobachtung. "Es ist von allen Seiten viel Kritik auf Nikita eingeprasselt. Und er ist erst 21 Jahre alt", weiß auch Haas. "Für einen so jungen Menschen muss diese schiere Welle an Kritik schwer zu verdauen gewesen sein."

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Haas: Rauswurf wäre nicht der richtige Weg gewesen

Mazepins Skandal-Akte ist trotz seines jungen Alters gut gefüllt. Zuletzt kam neben dem "Grapsch-Video" auch Ärger mit dem britischen Gesetz hinzu.

Vor allem in den sozialen Netzwerken forderten viele Fans daraufhin den Rauswurf des Russen – noch bevor er überhaupt für den US-Rennstall im Cockpit saß. "Man riet uns, ihn loszuwerden, aber das erschien uns nicht als der richtige Weg", erklärte Haas.

"Er hat sich entschuldigt und er weiß, dass er etwas Falsches getan hat", schrieb zuletzt Haas-Teamchef Steiner in seiner Kolumne auf "The Race". Zudem habe der gegen jedwede Kritik immune Mazepin "Verantwortung übernommen". Und damit seine F1-Zukunft gerettet.

In der Hoffnung, dass er sich nicht wieder wie ein "Idiot" verhalte.

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