Formel 1: Niki Lauda übt erneut harsche Kritik an Sebastian Vettels Wut-Rempler

© dpa, Wolfram Kastl

2. Juli 2017 - 10:24 Uhr

Niki Lauda hat vor einer möglichen nachträglichen Sanktion gegen Sebastian Vettel das Verhalten des viermaligen Formel-1-Weltmeisters nach seinem Wut-Rempler von Baku wiederholt scharf kritisiert.

"Ich verstehe nicht, dass Sebastian seinen Fehler trotz der eindeutigen Faktenlage nicht erkennt", sagte der Teamaufsichtsratschef von Mercedes in einem Interview der 'Welt am Sonntag'.

Vettel war vor einer Woche beim Rennen in Aserbaidschan mit seinem Ferrari absichtlich in den Mercedes von WM-Verfolger Lewis Hamilton gefahren. Er wolle gar nicht von Einsicht sprechen, sondern nur von Vettels Fähigkeit - und er besitze die Intelligenz dafür -, anhand von klaren Fakten einen eindeutigen Sachverhalt zu identifizieren, meinte Lauda.

Zehn-Sekunden-Zeitstrafe für Vettel in Baku muss nicht alles gewesen sein

Vettel hatte geglaubt, Hamilton wäre in einer Safety-Car-Phase absichtlich auf die Bremse gegangen. Aus Wut darüber war er in der 19. Runde des Rennens absichtlich ans linke Vorderrad des Silberpfeil-Stars gefahren. Vettel hatte dafür im Rennen eine Zehn-Sekunden-Strafe bekommen. Am Montag, Vettels 30. Geburtstag, will der Automobil-Weltverband FIA nachträgliche Schritte gegen den Ferrari-Piloten prüfen.