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Formel 1: Niki Lauda sorgt sich nach Rücktritt von Nico Rosberg um Mercedes

Formel 1: Niki Lauda sorgt sich nach Rücktritt von Nico Rosberg um Mercedes

Niki Lauda macht sich nach dem überraschenden Rücktritt von Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg große Sorgen um Branchenprimus Mercedes. "Wir haben noch nichts, keine Lösung", sagte der Aufsichtsratschef der Silberpfeile in einem Interview mit der 'Welt am Sonntag': "Wir stehen voll im Regen ebenso wie unsere 1.200 Mitarbeiter, für die wir verantwortlich sind."

Für die kommende Saison sei die neue Situation ein "ein Riesennachteil. Das Thema Fahrerstabilität - ein Mercedes-Doppelweltmeister und ein Weltmeister, also die beste Fahrerpaarung der Formel 1 - ist weg. Wir haben ein neues Auto, bei dem wir jetzt noch nicht wissen, wohin die Reise geht und dazu jetzt noch eine Riesenunsicherheit bei den Fahrern. Kurzum: Wir befinden uns in dem für mich schlechtesten, möglichen Zustand", so Lauda.

Rosbergs "einsamer Entschluss", habe im Stammsitz in Brackley/England "und auch sonst bei Mercedes und den vielen Menschen, die mit Nico eng zusammen gearbeitet haben, bei seinen Ingenieuren und Mechanikern, ein Riesenloch gerissen, in dieses exzellent funktionierende Team", betonte der Österreicher.

Zusammen mit Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff will Lauda jetzt jeden Stein in den Vertragswerken der übrigen Formel-1-Piloten umdrehen, um einen geeigneten Nachfolger für Rosberg zu finden. „Es gibt viele Verträge, die Performance-Klauseln enthalten, in denen viel Kleingedrucktes steht. Es ist nun unsere Pflicht, diese Klauseln zu finden bei den Fahrern, die uns interessieren“, sagte Lauda der 'Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung'.

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Hamilton warnt seinen neuen Stallkollegen

Als Kandidaten für den Platz neben Lewis Hamilton werden unter anderem die Mercedes-Youngster Pascal Wehrlein und Esteban Ocon gehandelt. Der Vorteil der Silber-Zöglinge: Das neue Auto muss nach Rosbergs Blitz-Rückzug möglichst schnell auf den neuen Fahrer zugeschnitten werden, die Zeit drängt. "Da haben wir mit unseren Buben einen Vorteil, weil beide 3D-gescannt sind und als Ersatzfahrer eben auch eingeplant waren in das Chassis-Design", macht Wolff den Jungspunden Hoffnung.

Wenig wahrscheinlich scheint eine Verpflichtung von McLaren-Mann Fernando Alonso, mit dem sich Mercedes-Alphatier Lewis Hamilton in seiner Debüt-Saison 2007 ein erbittertes Stallduell geliefert hatte. Dies sei "absolut ein Territorium, das ich nicht betreten möchte", ließ Wolff wissen.

Egal wie der Neue heißen wird - der Platzhirsch ist bei den Silberpfeilen Hamilton. Und der dreimalige Weltmeister konnte sich eine kleine Warnung an seinen nächsten Stallkollegen nicht verkneifen: "Wenn Du die Hitze nicht verträgst, dann komm erst gar nicht."