Sa | 14:00

Formel 1: Niki Lauda fordert von der FIA schnellere Entscheidungen

SUZUKA, JAPAN - OCTOBER 08: Ferrari Team Principal Maurizio Arrivabene talks with Mercedes GP non-executive chairman Niki Lauda in the Paddock  during final practice for the Formula One Grand Prix of Japan at Suzuka Circuit on October 8, 2016 in Suzu
Niki Lauda und Maurizio Arrivabene im Gespräch © Getty Images, Bongarts, wt

Mercedes im Rüstungsrennen mit Ferrari

Niki Lauda traut Ferrari nicht über den Weg und fordert die FIA auf, sich zügig zu der Rückspiegel-Konstruktion der Roten zu äußern.

Lauda befürchtet Nachteile für Mercedes

Mercedes-Teamaufsichtsrat Niki Lauda hat die FIA zu schnelleren Entscheidungen aufgefordert, um im Rüstungsrennen gegen Ferrari womöglich nicht immer zu spät zu sein. In einem Interview der 'Bild am Sonntag' sagte der Österreicher mit Blick auf die innovative Rückspiegel-Konstruktion des Ferrari beim Formel-1-Europa-Auftakt in Spanien (14 Uhr live bei RTL oder online im RTL-Live-Stream bei TVNOW.de und in der TV NOW App): "Jetzt muss die FIA sagen, ob das erlaubt ist oder nicht."

Sie dürfe aber nicht wieder drei Rennen vorbeigehen lassen, "in denen Ferrari etwas gefunden hat, was vielleicht in Ordnung ist, aber wir Idioten sind dann die Zweiten, die erst mal noch abwarten um zu sehen, ob es überhaupt erlaubt ist", meinte Lauda. Die Scuderia hat die Rückspiegel am sogenannten Halo fixiert, dem Sicherheitsbügel, der seit dieser Saison vorgeschrieben ist. Vermutet wird, dass sich durch die Konstruktion aerodynamische Vorteile ergeben. Das wäre aber nicht erlaubt.

Ferrari qualmt beim Anlassen, "dass die Fetzen fliegen"

Lauda schürte auch noch mal Verdächtigungen in Sachen Ölverbrauch beim Ferrari. "Es gibt seit Saisonbeginn berechtigte oder unberechtigte Gerüchte über Ferrari. Die qualmen beim Anlassen, dass die Fetzen fliegen, aber mittlerweile ist man beim Öl, das man verbrennen darf, ziemlich limitiert", sagte er. Die FIA habe alle Teams angeschrieben, sich zum Öl und zur Batterie zu äußern. "Das heißt: Sie untersuchen etwas und das tun sie logischerweise bei Ferrari." Ob die Scuderia tricksen würde, könne er nicht sagen. "Wir gehen nicht davon aus, dass sie illegal sind. Was ich sagen kann: Du kannst nicht ewig untersuchen."