Formel 1: Nico Rosberg zum 3. Mal Schnellster im Freien Training in Japan

Nico Rosberg hat beim Formel-1-Rennen in Japan seine Ambitionen auf die Pole Position und den Sieg eindrucksvoll unterstrichen. In der Generalprobe zum Qualifying raste der Mercedes-Pilot bei schwierigen Streckenverhältnissen zur Bestzeit und war damit im 3. Freien Training zum 3. Mal Schnellster an diesem Wochenende in Suzuka. In 1:32,092 Minuten verwies er seinen Teamkollegen und WM-Rivalen Lewis Hamilton deutlich in die Schranken: Dem Briten unterlief auf seiner letzten gezeiteten Runde ein Fehler, dadurch schaffte er keine Verbesserung und landete abgeschlagen mit mehr als einer Sekunde Rückstand nur auf Platz 7.​

Auch Sebastian Vettel hatte Probleme auf der vom Regen in der Nacht anfangs noch feuchten Strecke. Doch der Ferrari-Pilot steigerte sich kontinuierlich und sicherte sich am Ende Platz 3 knapp vor Red-Bull-Youngster Max Verstappen und seinem Stallgefährten Kimi Räikkönen. Damit fand Vettel dann doch nocht eine Antwort auf die scharfe Kritik seines Teamchefs Maurizio Arrivabene. Der Italiener hatte in einem TV-Interview deutlich gemacht, dass sich auch Vettel seinen Platz bei Ferrari durch gute Leistungen verdienen müsse.

Neben Rosberg musste Vettel jedoch auch noch seinem ehemaligen Teamkollegen bei Red Bull, Daniel Ricciardo den Vortritt lassen. Der Australier kam als erster Rosberg-Jäger bis auf drei Zehntel an den WM-Spitzenreiter heran.

Renault im 3. Freien Training überraschend stark

Weniger gut lief es für Nico Hülkenberg und Force India, die am Freitag noch das Top-4-Team hinter Mercedes, Ferrari und Red Bull stellten. Im 3. Freien Training war für Hülkenberg mit rund anderthalb Sekunden Rückstand auf die Bestzeit nicht mehr als Rang 10 drin. Teamkollege Sergio Perez war weitere drei Zehntel langsamer und wurde damit sogar nur 14.

Überraschend strak präsentierte sich dagegen Renault: Jolyon Palmer und Kevin Magnussen platzierten sich mit der exakt gleichen Rundenzeit auf den Positionen 8 und 9, dabei waren sie allerdings nur 0,007 Sekunden schneller als Hülkenberg.

Pascal Wehrlein kam gar nicht in die Gänge. Der Manor-Rookie benötigte zwei Sekunden länger für die Umrundung des 5,807 Kilometer langen Suzuka International Racing Course als sein Stallgefährte Esteban Ocon. Letzter wurde Wehrlein am Ende nur deshalb nicht, weil Toro-Rosso-Pilot Carlos Sainz noch größere Probleme hatte und nur drei Runden drehte.