„Er wird das schon hinbekommen“

Rosberg glaubt fest daran: Vettel-Krise wird ein Ende haben

Sebastian Vettel (li.) und Nico Rosberg 2018 beim Deutschland-GP
Sebastian Vettel (li.) und Nico Rosberg 2018 beim Deutschland-GP
© Imago Sportfotodienst

07. April 2021 - 14:01 Uhr

Lob für Schumi jr.

Es sollte bei Aston Martin alles besser werden für ihn – doch Pustekuchen: Sebastian Vettels Negativspiral nahm auch mit dem Teamwechsel kein Ende. Im Gegenteil: Beim Bahrain-GP zum Saisonauftakt gurkte der Deutsche noch weiter hinten rum als im vergangenen Jahr mit seinem Ferrari. Sein eigener Fehler im Zweikampf mit Esteban Ocon kostete ihn außerdem wieder einmal eine bessere Platzierung. Bitter. Ex-Mercedes-Star und Weltmeister Nico Rosberg glaubt trotzdem an seinen Landsmann. Er braucht halt nur eins: Geduld. Genauso wie Rookie Mick Schumacher.

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Rosberg über Vettel: „Er braucht ein bisschen Zeit“

Vettels Fehler beim Anbremsen in Turn 1 hinein und die damit verschuldete Kollision mit Ocon ist in Rosbergs Augen erneut ein Rückschritt. "Wir haben wieder einen Fehler gesehen, das ist halt untypisch für so einen viermaligen Weltmeister", meint der 35-Jährige gegenüber Sky Sport F1.

Für den neuen Aston-Martin-Piloten muss es darum gehen, so schnell wie möglich einen Weg aus der Krise zu finden. Rosberg: "Das ist ganz, ganz wichtig." Dass sich Vettel nach dem Test-Fiasko mit wenigen Runden und dem ersten verkorksten Rennwochenende noch immer unwohl im neuen Dienstwagen fühlt und sich erst an seine "Honey Ryder" gewöhnen muss, überrascht Rosberg dennoch – er zeigt trotzdem Verständnis: "Aber okay, es ist ein neues Team und er braucht ein bisschen Zeit."

ARCHIV - 12.03.2021, Bahrain, Sakhir: Formel 1: Auftakt der Testfahrten vor der neuen Saison: Sebastian Vettel aus Deutschland vom Aston-Martin-Team bei einem Fotoshooting auf dem Bahrain International Circuit. (zu dpa «Schumacher, Vettel, Hamilton:
Bei Sebastian Vettel läuft es im Aston Martin längst noch nicht rund.
© dpa, James Gasperotti, zeus fgj

Glaube an Vettel und Schumacher jr.

Aber egal, wie schlecht sein Debüt im neuen Team lief, Rosberg ist fest davon überzeugt, dass wir schon bald wieder einen anderen Vettel auf der Rennstrecke sehen werden: "Sebastian hat ein Riesentalent und ist viermaliger Weltmeister. Er wird das schon hinbekommen."

Auch wenn er ebenfalls nur am Ende des Feldes zu finden war und mehr mit dem eigenen Wagen als der Konkurrenz zu kämpfen hatte, war Rosberg begeistert von Mick Schumachers F1-Debüt. "Es macht Spaß, ihm zuzuschauen. Er macht das ganz gut", so der Weltmeister von 2016.

 SCHUMACHER Mick Haas F1 Team nach dem Rennen FIA Formel 1 Saison 2021 in Bahrain 3.Tag Rennen Am 28.03.2021 Bahrain International Circuit As-Sachir *** SCHUMACHER Mick Haas F1 Team after the race FIA Formula 1 season 2021 in Bahrain 3 day race On 28
Mick Schumacher nach seinem F1-Debüt.
© imago images/Laci Perenyi, Jerry Andre via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Rosberg glaubt an „gute Zukunft“ für Mick Schumacher

Rosberg weiß, dass zu Beginn vor allem eins zählt: "In der Formel 1 ist es auf jeden Fall so, dass man den Teamkollegen immer als erstes schlagen muss. Das ist das Allerwichtigste, um dann auch weiterzukommen." Schumi jr. hatte seinen Haas-Kollegen Nikita Mazepin das gesamte Auftaktwochenende im Griff, der junge Russe schied außerdem schon in der ersten Runde aus. "Da hat er natürlich einen guten Einstand gehabt", resümiert Rosberg das Schumacher-Ergebnis, der auf Platz 16 liegend die Zielflagge sah.

Nicht nur im Fall Vettel blickt der F1-Experte mit der deutschen Brille optimistisch nach vorne – auch Schumacher traut er einiges zu: "Man muss ihm Zeit geben, und die hat er auch jetzt, damit er alles lernt. Man muss sich reinarbeiten. Ich denke, dass er eine gute Zukunft vor sich haben wird."

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