Ross Brawn plaudert aus

Nico Hülkenberg wäre 2013 beinahe im Mercedes-Cockpit gelandet

Formel 1 Jubiläums-Grand-Prix
© dpa, Andrew Boyers, mka fgj

11. August 2020 - 9:29 Uhr

Nico Hülkenberg: Comeback schlägt große Wellen

Bei seinem kurzfristigen Formel-1-Comeback hinterließ Nico Hülkenberg einen tollen Eindruck und handelte sich Lob von der gesamten Motorsportwelt ein. Zu seinen Gratulanten zählte auch F1-Sportdirektor Ross Brawn. Neben der Anerkennung für die Leistung des "Hulk" offenbart Brawn ein F1-Geheimnis.

Video: Hülkenberg: "Nicht das gewünschte Märchen!

Traumpaarung Hülkenberg-Rosberg war möglich!

Lewis Hamilton, im Vordergrund: Nico Hülkenberg
Beinahe hätte Nico Hülkenberg (rechts) das Cockpit, abgestaubt, in dem Lewis Hamilton einen Erfolg nach dem anderen feiert.
© Imago Sportfotodienst

"Ich habe ihn vor Jahren fast unter Vertag genommen, als ich bei Mercedes das Kommando hatte. Wäre Lewis (Hamilton, Anm. d. Red.) damals nicht zu uns gekommen, war Nico unsere nächste Wahl", erklärte Brawn in seiner Kolumne auf der offiziellen F1-Website.

Gemeinsam mit Teamkollege Nico Rosberg wäre Mercedes demnach mit einer rein deutschen Fahrerpaarung in die für den Hersteller bis heute so erfolgreiche Hybrid-Ära gegangen.

Unter diesen Umständen wohl kaum jemand über Hülkenbergs Serie ohne Podestplatz sprechen, sondern eher über die Frage nach der Anzahl der möglichen WM-Titel.

Brawn will Hülkenberg in der Formel 1 sehen

"Die Welt war einfach nicht bereit für Nico Hülkenberg, den sechsmaligen F1-Weltmeister"; schreibt der offizielle Mercedes-Account via Instagram als leicht ironisch gemeinte Antwort auf die Aussagen Brawns. In der Tat stand der Emmericher schon mehrmals in seiner Karriere vor einem Vertrag mit einem Topteam. Bevor Ferrari 2014 Kimi Räikkönen erneut an Bord holte, beschäftigten sich die Italiener zuvor intensiv mit Hülkenberg.

Brawn schätzt den Deutschen in Bezug auf seine fahrerischen Fähigkeiten hoch ein: "Ich habe Nico schon immer enorm respektiert. Er ist ein sehr starker Fahrer, der in der F1 sein sollte." Wie "Hulk" bestätigt, nutzt er seine Rückkehr auch für Verhandlungen um ein Cockpit für 2021. Zwar wird es diesmal erneut nicht mit einem Vertrag bei einem Topteam klappen, doch bei den Mittelfeldkandidaten Alfa Romeo und Haas steht der 32-Jährige nicht zuletzt nach seinem spektakulären dritten Platz im Qualifying ganz oben auf der Liste.