Möglicher Wechsel zu Haas?

Hülkenberg nach Trennung von Renault optimistisch

31. August 2019 - 12:04 Uhr

Ocon neuer Teamkollege von Ricciardo

Für Nico Hülkenberg hat der Große Preis von Belgien mit einer ganz bitteren Nachricht begonnen: Der 32-Jährige verliert in der kommenden Saison sein Cockpit bei Renault. Damit droht die Formel-1-Karriere des Deutschen jäh zu enden. Es gibt aber noch einen Ausweg. Hülkenberg selbst bleibt nach der Entscheidung gelassen und sagt im Video, wie er seine Zukunft sieht

Hülkenbergs Vertrag läuft aus

Wie Renault bestätigte, wird bei den 22 Rennen im nächsten Jahr Neuzugang Esteban Ocon zusammen mit Daniel Ricciardo das Fahrerduo des französischen Werksteams bilden. Der 22-Jährige kommt von Mercedes, wo er nach seinem Force-India-Aus 2018 ein Überbrückungsjahr als Testfahrer einlegt. Hülkenbergs Kontrakt läuft zum Saisonende aus.

Ocon erhält bei Renault einen Vertrag über "mehrere Jahre", teilte das Team mit. Nicht unbedeutend für die Verpflichtung: Er stammt aus der Normandie und kennt den Rennstall als ehemaliger Ersatzfahrer (2016).

Der Franzose war auch als Nachfolger von Valtteri Bottas im Gespräch gewesen. Die Silberpfeile zogen jedoch die Option auf eine Vertragsverlängerung mit dem Finnen.

Hülkenberg fährt aktuell im dritten Jahr bei Renault, zuvor saß er für Williams, Force India und Sauber hinter dem Steuer. Renault-Teamchef Cyril Abiteboul dankte ihm für seinen Einsatz in den vergangenen drei Jahren. Es sei "eine schwierige Entscheidung" gewesen, künftig nicht mehr mit Hülkenberg zusammenzuarbeiten. 

Es sei schade, "dass die Reise mit Renault nach der Saison endet, zumal wir unsere Ziele noch nicht erreichen konnten", twitterte Hülkenberg: "Wir hatten gehofft, diese Saison einen Schritt nach vorne zu machen, aber leider haben wir das bisher nicht geschafft."

Der im Fahrerlager hoch geschätzte 32-Jährige bestritt 168 Formel-1-Rennen. Trotz seines unbestrittenen Talents schaffte er es aber nie aufs Podium. 2013 hatte er nach eigener Aussage kurz vor einem Wechsel zu Ferrari gestanden.

Ob er künftig noch einmal bei einem Formel-1-Team unterkommt, ist ungewiss.Eine mögliche Chance bietet sich ihm bei Haas. Bei den Amerikanern läuft der Vertrag des Franzosen Romain Grosjean aus, der ersetzt werden könnte. Teamchef Günter Steiner bestätigte bereits Interesse an einer Verpflichtung von "Hulk".

Das zweite Haas-Cockpit ist allerdings fest an Kevin Magnussen vergeben. Zwischen dem Dänen und Hülkenberg war es nach dem Ungarn-GP 2017 zum Eklat gekommen. Nachdem Hülkenberg Magnussen als "unsportlichsten Fahrer des Grids" bezeichnet hatte, konterte dieser mit den Worten: "Suck my balls, honey!"