Neue Regeln ab 2021

So soll die Formel 1 spannender werden

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31. Oktober 2019 - 22:42 Uhr

Mehr Action, mehr Spannung, mehr Chancengleichheit. Das sind die Schlüsselbegriffe der Regelreform, die der Motorsport-Verband FIA und die Formel 1 vor dem Grand Prix in Austin (Sonntag, 20.10 Uhr unserer Zeit, live bei RTL und im Stream bei TV NOW) bekanntgegeben haben. 2021 werden die neuen Regularien in Kraft treten. Der FIA-Weltrat hat die Pläne einstimmig abgesegnet. Zwei Jahre lang war an den Änderungen gearbeitet worden. 

Das sind die Eckpunkte

  • Die Autos bekommen ein völlig neues Design. Die Front-Flügel werden vereinfacht, die Heckflügel größer. Das Chassis wird verbreitert, was auch die Fahrer bei einem Aufprall besser schützen soll. Die Reifen werden größer, die Rennwagen um 25 Kilo schwerer. Insgesamt sollen die Autos pro Runde zwischen drei und dreieinhalb Sekunden langsamer werden. Durch die Neuerungen sollen sich die Wagen besser folgen können, indem sie weniger Luftwirbel erzeugen und auf der anderen Seite weniger anfällig dafür sind.

  • Zum allerersten Mal führt die Formel 1 eine Ausgaben-Obergrenze ein. 175 Millionen Dollar (rund 157 Millionen Euro) pro Team und pro Jahr gelten dann. So soll die Kluft zwischen den einzelnen Teams reduziert werden. Fahrergehälter und Marketing-Kosten fallen nicht unter die Ausgaben-Regelung. "Das ist immer noch eine hohe Zahl, aber wir betrachten das als ersten Schritt", sagte FIA-Präsident Jean Todt. Die Ausgaben-Grenze soll auf lange Sicht weiter sinken.
  • ​Damit die Formel 1 weiter wachsen kann, soll es noch mehr Rennen geben. 2020 finden erstmals 22 Grand Prix statt, ein Jahr später könnten es noch maximal drei mehr werden. Die Rennwochenenden werden dafür verkürzt. Statt am Donnerstag beginnen sie am Freitag. Damit sind die Rennwochenenden künftig nur noch drei statt vier Tage lang.  Der Medientag wird also nicht mehr am Donnerstang, sondern künftig am Freitag stattfinden.

Formel 1 will nachhaltiger werden

Insgesamt sei es das Ziel, dass "die Formel 1 weniger komplex und einfacher zu verstehen sein" soll. Außerdem soll die Serie nachhaltiger werden. "Wir setzen künftig mehr auf Umweltbewusstsein. In diesem Prozess wollen wir weltweit eine Führungsrolle übernehmen", sagte Formel-1-Boss Chase Carey. "Die neuen Regeln werden bestimmt nicht allen gefallen, aber wir werden einen ausgeglicheneren Wettbewerb haben."

Nun sind die Teams gefragt. Der bestehende Grundlagenvertrag läuft Ende 2020 aus. Die Rennställe müssen sich entscheiden, ob sie unter den vorgestellten Regeln in der Formel 1 bleiben und ein neues Concorde Agreement bis 2025 unterzeichnen.

Was die Fahrer von den neuen Regeln halten, erfahren Sie hier.

So funktionieren die neuen Ausgaben-Regeln