Nach Aus bei Ferrari

"Das Beste oder nichts" - Sebastian Vettel will zu Mercedes

15. Mai 2020 - 16:15 Uhr

Vettel setzt voll auf die Karte Silber

Sebastian Vettel setzt nach dem verkündeten Abschied von Ferrari auf den Faktor Zeit. Nach Informationen der RTL/ntv-Redaktion liegt die Priorität des 32-Jährigen zur nächsten Saison auf einem Mercedes-Cockpit. Sogar ein Spitzen-Duo mit Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton scheint möglich, wie unser F1-Reporter Felix Görner im Video analysiert.

Gerüchte um McLaren-Vertrag haltlos

Die Zukunft von Sebastian Vettel in der Formel 1 ist nach dem verkündeten Abschied von Ferrari zum Ende dieses Jahres weiter offen. Gerüchte, dass der 32-Jährige bereits bei McLaren unterschrieben habe, sind nach Informationen unserer RTL/ntv-Redaktion ebenso haltlos wie Berichte über abgebrochene Verhandlungen mit dem britischen Traditions-Rennstall. Vielmehr setzt Vettel nun auf den Faktor Zeit - mit der Priorität Mercedes.

"Sein Ziel ist das Beste oder Nichts", sagt RTL-Reporter Felix Görner, auch wenn Vettel natürlich Kontakte zu anderen Teams halte. Auszuschließen sei seiner Meinung nach allerdings die Option Renault. "Das passt atmosphärisch nicht."

Was wird aus Mercedes?

Die Hammer-Option Mercedes, also. Beim seit Jahren dominierenden Rennstall ist die Besetzung der beiden Cockpits für die Saison 2021 offen. Weder Weltmeister Lewis Hamilton noch "Wingman" Valtteri Bottas sind als Fahrer bestätigt.

Der Grund dafür: Die Zukunft des Werksteams ist nach wie vor offen, Mercedes hat das Concorde-Agreement mit der Formel 1 ab 2021 noch nicht unterschrieben. Ein Ausstieg bleibt ein mögliches Szenario.

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Weltmeister-Duo ist realistische Option

Sollte Mercedes sein Formel-1-Engagement fortsetzen, würde sich die Chance für Vettel auftun. Als Herausforderer von Hamilton. "Davor hätte Sebastian keine Angst", sagt Görner. Zuletzt stand die Option im Raum, dass der sechsmalige Weltmeister aus England zu Ferrari wechseln könne, weil aber Carlos Sainz das zweite Scuderia-Cockpit neben Charles Leclerc bekommen soll, ist der rote Flirt mit Hamilton abgehakt. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das nochmal ändert", so Görner.

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff hatte kurz nach dem verkündeten Abschied von Vettel bei Ferrari vieldeutige Ankündigungen gemacht: "Mit Blick auf die Zukunft sind wir in erster Linie gegenüber unseren aktuellen Fahrern zu Loyalität verpflichtet", sagte der Österreicher der dpa. "Aber wir können diese Entwicklung natürlich nicht außer Acht lassen." Wolff lobte Vettel als großartigen Fahrer und große Persönlichkeit. Er sei "für jedes Formel-1-Team eine Bereicherung".

Bei Mercedes hätte Vettel, ungeachtet einer Konkurrenzsituation mit Hamilton, sofort ein Auto, mit dem er sich den Traum eines fünften WM-Titels ermöglichen könnte.