Coronavirus-Solidarität in der Formel 1

Rivalen halfen dezimierter McLaren-Truppe beim Australien-Abbau

Geschlossene Box bei McLaren, Formel 1, Grosser Preis von Australien, Albert Park Circuit Melbourne, Absage des Rennen,
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17. März 2020 - 9:36 Uhr

Seidl: "Das ist der Geist der Formel 1"

In Corona-Zeiten ist Zusammenhalt gefragt – auch in der Formel 1. Nachdem McLaren 14 Mitarbeiter wegen eines Corona-Falls im Team in Quarantäne stellte, halfen die anderen Rennställe der Truppe aus Woking beim Abbau in Melbourne.

14 McLaren-Mitarbeiter wegen Coronavirus in Quarantäne

Noch bevor der Australien-GP wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurde, war klar: McLaren tritt wegen eines bestätigten Infektions-Falls im Team nicht an und reist aus Melbourne ab. 14 Mitarbeiter, die Kontakt mit "Patient Zero" hatten, mussten zudem in Quarantäne. Was das Thema Abbau und Abreise zu einer Mammutaufgabe machte.

Denn: Die gesamten Teamanlagen, Technik und Ausrüstung mussten abgebaut und transportfähig gemacht werden.

"Mit 14 unserer wichtigsten Jungs weniger war das natürlich eine Herausforderung", zitiert motorsport.com McLaren-Teamchef Andreas Seidl. Gut, dass die Rivalen in der Boxengasse direkt mitanpackten.

"Die anderen Teams im Paddock haben am Freitag sofort Hilfe beim Abbau unserer Garage und dem Verpacken der Fracht angeboten", berichtete Seidl von gelebter Solidarität im PS-Zirus: "Das ist der Geist der Formel 1 und des Rennsports, den wir so schätzen."

Übrigens: Der mit SARS-CoV-2 infizierte Mitarbeiter erholt sich laut McLaren-Boss Zak Brown in Melbourne. Der Mann sei mittlerweile frei von Symtomen, teilte Brown mit.