Formel 1: Monaco zettelt Grid-Girl-Rebellion an

© XPBCC, xpb.cc

5. April 2018 - 15:02 Uhr

Formel 1 ohne Grid Girls? Nicht in Monaco!

In Monaco pfeift man auf eine Formel 1 ohne Grid Girls, wie sie den amerikanischen Eigentümern der Königklasse vorschwebt. Beim Saisonhöhepunkt im Fürstentum sollen die Pisten-Schönheiten wieder die Startaufstellung verzaubern.

"Grid Girls gehören zur Landschaft der Formel 1"

Die Veranstalter des Glamour-Grand-Prix im Staate der Reichen und Schönen zetteln die Grid-Girl-Rebellion an! "Grid Girls sind elegant und vertreten Monaco. Die Mädchen werden da sein, ohne Schilder, sicher, aber als Kommunikations-Hostessen. Sie sind nett und gehören zur Landschaft der Formel 1. Warum um alles in der Welt sollte ich 30 Mädchen daran hindern, ihren Lebensunterhalt zu verdienen?", sagte Michel Boeri, Präsident des Automobil Club de Monaco, der Zeitung 'Nice Matin'. 

"Unsere amerikanischen Freunde gehen davon aus, dass es die weiblichen Befindlichkeiten stören könnte, wenn man junge Frauen beschäftigt, um Schilder zu tragen. Unsere Hostessen absolvieren Model- und Kommunikations-Schulen. Sie treten während des Grand Prix zu Gelegenheiten auf, die dem Rahmen ihrer Ausbildung entsprechen und sie werden bezahlt", stellte Boeri klar.

Liberty Media hatte PS-Beautys ausgebootet

Hintergrund: Die F1-Eigentümer von Liberty Media hatten vor dem Saisonstart beschlossen, auf Grid Girls zu verzichten und stattdessen Grid Kids in die Startaufstellung zu schicken. Die Amerikaner fanden die Schildchen tragenden PS-Beautys in Zeiten der #metoo-Debatte nicht mehr zeitgemäß, wie F1-Boss Chase Carey erläuterte.

Vielen Fans und Fahrern ging die Ausbootung der Grid Girls allerdings ziemlich auf den Senkel. Zumindest in Monte Carlo werden sie wieder auf ihre Kosten kommen. Und: Die Monegassen haben womöglich eine Lawine ins Rollen gebracht. Auch die Veranstalter des Russland-GP in Sotschi meldeten sich zu Wort. "Wir sollten erwachsen sein. Überall im Motorsport präsentieren Mädchen die Autos", sagte Dmitri Kosak, Chef des russischen Organisationskomitees, der Nachrichtenagentur Interfax. Man strebe eine Einigung mit den neuen Eigentümern der Königsklasse an: "Immerhin sind unsere Mädchen die schönsten."