Scuderia-Cockpit käme „zu früh“

Mick Schumacher 2021 nicht im Ferrari

© dpa, Hassan Ammar, Ha gfh

14. Dezember 2019 - 11:20 Uhr

Binotto setzt auf Erfahrung

Viele Ferrari-Fans träumen davon, eines Tages Mick Schumacher für die Roten in der Formel 1 fahren zu sehen. Doch 2021 wird dieser Wunsch aller Voraussicht nach noch nicht in Erfüllung gehen. Scuderia-Teamchef Mattia Binotto kündigte an, dass die Aufgabe für Schumi jr., bei Ferrari in die Fußstapfen seines Vaters zu treten, noch "zu früh" kommen würde.

Schumi jr. „guter F1-Kandidat“

"Es wird wichtig sein, Fahrer mit etwas Erfahrung zu haben, denn die Autos werden komplett neu sein", erklärte der 50-Jährige im Rahmen einer Veranstaltung in Maranello. Binotto sei sich aber "ziemlich sicher", dass der Schumi-Sohn "ein guter Kandidat für die Formel 1 ist".

So ganz weit aus dem Fenster lehnen will er sich aber nicht: "Wird er ein guter Kandidat für Ferrari sein? Es ist wirklich zu früh, um das zu sagen", so Binotto.

Binotto erhöht Druck auf Schumacher

Fest steht jedoch, dass Schumacher 2020 erneut für Prema in der Formel 2 an den Start gehen wird. Der 20-Jährige, der zur Ferrari Driver Academy gehört, soll im Rahmenprogramm der Königsklasse weiter dazulernen und sich verbessern – der Druck für Schumacher ist da. "Wir erwarten viel von ihm im nächsten Jahr", kündigte Binotto an.

Schumi jr. wird für die Saison 2021 bei Alfa Romeo in der Formel 1 gehandelt. Wie schon Charles Leclerc 2018 könnte der Youngster beim Ferrari-Kundenteam sein Rookie-Jahr in der Königsklasse bestreiten.

01.12.2019, xekx, Motorsport FIA, Formel 1 Großer Preis von Abu Dhabi - Rennen 2019 emspor, Sebastian Vettel Ferrari DFL/DFB REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS as IMAGE SEQUENCES and/or QUASI-VIDEO Abu Dhabi *** 01 12 2019, xekx, Motorsport
Ob Sebastian Vettel über 2020 hinaus für die Scuderia in der Formel 1 fährt? Binotto lässt die Entscheidung offen.
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Vettel-Entscheidung erst im Laufe der Saison

Auch die Zukunft von Sebastian Vettel lässt der Ferrari-Teamchef offen. Ob der Deutsche über 2020 hinaus für Rot fährt, entscheidet sich wohl erst im Laufe der kommenden Saison: "Wir müssen sowohl die Leistung, die Art und Weise, wie er sich an das Auto anpasst, als auch seine Motivation für die Zukunft sehen", meinte Binotto. "Es geht nicht darum, ob er Fehler macht oder nicht. Es geht wirklich darum, wie er seine Zukunft sieht und wie wir unser Team sehen."

Vettels Vertrag läuft Ende 2020 aus, sein Teamkollege Charles Leclerc unterschrieb hingegen ein langfristiges Arbeitspapier bei den Italienern - die genau Laufzeit ist nicht bekannt, geht aber über die kommende Saison hinaus.