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Formel 1: Mick Schumacher vs. Nikita Mazepin: Teamchef Steiner verspricht Chancengleichheit - RTL-Interview

Keine Bevorzugung von Mazepin

Haas-Teamchef Steiner versichert: Chancengleichheit für Schumacher

Teamchef Steiner: "Werden Mick unterstützen"

Sportlich gesehen sind vom Formel-1-Rennstall Haas in diesem Jahr keine Wunderdinge zu erwarten. Das verschweigt selbst Teamchef Günther Steiner nicht. Dennoch will das amerikanische Team F1-Rookie Mick Schumacher in seiner ersten Saison bestmöglich unterstützen. Aufschwung geben die dreitätigen Testfahrten in Bahrain , auch wenn der Start von Schumi jr von Technikproblemen durchkreuzt worden war.

Wie das Fazit der Tests ausfällt, warum Mick Schumacher sich keine Gedanken um Benachteiligungen im Duell mit Teamkollege und Sponsorensohn Nikita Mazepin machen muss und wie er den Schumacher-Hype einschätzt, erzählt Steiner oben im exklusiven RTL-Interview.

Steiner bereut Entscheidung für junges Fahrerduo nicht

Die Entscheidung für die unerfahrene Fahrerpaarung mit zwei Rookies ließ viele Fans aufhorchen. Steiner fühlt sich nach den Tests dagegen umso mehr in seiner Entscheidung bestätigt: „Wir hatten ja bei Haas noch nie junge Fahrer, deswegen bin ich umso mehr überrascht, wie gut die beiden Neulinge vorbereitet sind. Die Fragen sind fahrerisch auf hohem Niveau und das ist schön zu sehen.“

Ein kleines Detail in der Arbeitsweise von Mick Schumacher erfreute den Südtiroler besonders: „Ich habe gesehen, dass er da ein Büchlein hat, in das er reinschreibt. Ich wollte jetzt nicht hingehen und im Geheimen schauen, was drinsteht. Ich hoffe und glaube, dass technische Sachen drinstehen“, sagte Steiner.

"Besser kann man es sich nicht wünschen"

Bis auf den holprigen Start am Freitag mit den Hydraulikproblemen an Micks Dienstwagen zeigte sich der 55-Jährige zufrieden mit den Tests in der Wüste. „Besser kann man es sich nicht wünschen“, schätzte Steiner die restlichen Tage mit vielen Runden und Daten ein.

Was den Speed angeht, „sind wir nicht vorne dabei“, sagte Steiner, „aber das wussten wir auch schon, bevor wir hingefahren sind.“ Der Teamchef hatte schon mehrfach angekündigt, dass 2021 ein Übergangsjahr sei. Der Fokus beim US-Team liege auf dem Jahr 2022, wenn es zur Regel-Revolution kommt. Er hoffe, dass das Team nächstes Jahr „schärfere Waffen“ habe.

Der neue Ferrari-Motor im Heck des VF-21 sei ein „mittelmäßiger Schritt“ nach vorne, erklärte Steiner. „Aber wir wissen nicht, was andere Motorenhersteller gemacht haben, wir kennen die Zahlen nicht.“

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Steiner: Mick und Mazepin gleichgestellt

Mit Blick auf seine beiden Piloten bekräftigte er, dass trotz der besonderen Konstellation absolute Chancengleichheit herrsche. „Im Team sind beide Fahrer gleichgestellt. Auch Herr Mazepin (der Vater von Nikita, d.Red.) hat gesagt: Mein Sohn hat keine Vorteile zu haben.“

Das Chemieunternehmen Uralkali des russischen Milliardärs Dimitri Mazepin ist zu dieser Saison als neuer Hauptsponsor bei Haas eingestiegen. Dessen Sohn Nikita ist der neue Stallgefährte von Mick. Viele Fans befürchteten eine Benachteiligung des Deutschen, insbesondere nach der besonderen Lackierung des neuen Wagens.

„Uralkali ist der Hauptsponsor, aber mit keinen Rechten, einen Vorteil zu haben. Das gibt es nicht. Das ist nicht sportlich, das wird bei uns auch nicht gemacht. Dafür stehe ich gerade“, stellte Steiner klar und plädierte dafür, immer „mit offenen Karten“ zu spielen.

Sprintrennen: Probieren und herausfinden, ob es klappt

In puncto Sprintrennen zeigte sich der Südtiroler offen für Experimente. „Manchmal muss man Sachen probieren um herauszufinden, ob sie klappen“, sagte Steiner und betonte zugleich. „Man darf nie Angst haben, wenn es nicht klappt, nein zu sagen.“ Änderungen stehe er aber nicht ablehnend gegenüber. „Alle Sportarten haben manchmal Veränderungen in der Regel.“

Noch vor dem ersten Rennen in Bahrain will die Formel 1 bekanntgeben, ob und wie sie Sprintrennen an den GP-Wochenenden umsetzen will.