„Doppelte Herausforderung“

Mercedes-Teamchef Wolff warnt vor Red Bull

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23. Februar 2021 - 9:26 Uhr

Formel 1: Wolff über Red Bull, Aston Martin, Ferrari und Mick

Spuckt Red Bull dem Branchenprimus in der kommenden Saison in die Champion-Suppe? 2020 dominierten die Schwarzpfeile von Mercedes einmal mehr die Formel 1. Sowohl der WM-Titel von Lewis Hamilton als auch der Konstrukteurstitel standen früh fest. Einzig gegen Ende des Jahres ließ Red Bull sein Können aufblitzen. Mercedes-Teamchef sieht das Team von Max Verstappen als gefährlichen Gegner im Titelkampf 2021.

Doppelter Angriff von Red Bull?

Das neue Red-Bull-Duo Verstappen und Zugang Sergio Perez sei eine "ganz starke" Kombination, sagte Wolff "Speedweek".

"Red Bull hatte am Ende des Jahres eigentlich das schnellste Auto, deswegen ist das Team im Favoritenkreis für 2021, gerade in der Konstrukteurswertung, mit zwei Fahrer dieses Kalibers", warnte der Österreicher.

Er sehe den Rennstall als "doppelte Herausforderung" - in Fahrer- und Mannschaftswertung.

Wolff freut sich auf das Duell Sainz vs. Leclerc

Der 49-Jährige prophezeite auch Ferrari eine bessere Saison in der Königsklasse. Die Scuderia setzt nach dem Abgang von Vettel ebenfalls auf ein neues Duo im Cockpit. "Es wird spannend sein zu sehen, wie sich Carlos Sainz gegen Charles Leclerc schlägt", so Wolff. "Ferrari wird stärker sein als 2020, das muss die Scuderia einfach. Sie litt im Vorjahr auch unter einem schwachen Chassis. Ich gehe davon aus, dass Fehler ausgebessert worden sind."

Realitäts-Check für Vettel und Aston Martin

Viel Druck haben auch die F1-Comebacker von Aston Martin. "Wenn man den Namen eines Automobilherstellers mit dieser großen Tradition trägt, muss man schon Ansprüche auf das Mitfahren ganz vorn haben", sagte Wolff.

Für Sebastian Vettel und Lance Stroll werde das ein erster "Realitäts-Check". "Es wird auch für mich faszinierend, Aston Martin zu beobachten", freut sich der Mercedes-Teamchef.

Wolff: Lasst Mick in Ruhe

2021 werden auf Formel-1-Neuling Mick Schumacher viele Augen gerichtet sein. Wolff fordert: Gebt dem Rookie Zeit. "Mick muss man ein wenig in Ruhe lassen, er hat ein Lehrjahr vor sich", so Wolff. "Er ist sicher eine Bereicherung für die Formel 1, aber man muss ihm Zeit geben, in diesem Umfeld Fuß zu fassen."

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