Formel 1: Mercedes präsentiert den neuen W09 EQ Power+ mit aufwändiger Lichtshow

22. Februar 2018 - 13:52 Uhr

Präsentation mit aufwändiger Lichtershow

Weltmeister und Top-Favorit Mercedes hat seinen Boliden für die Formel-1-Saison 2018 präsentiert. Um 12.21 Uhr deutscher Zeit veröffentlichte das Team zunächst ein kurzes Video von der Jungfernfahrt des W09 EQ Power+ in Silverstone. Rund eine Stunde später wurde der neue Silberpfeil, der dem Team die fünfte Fahrer- und Konstrukteurs-WM in Folge einbringen soll, im Rahmen einer aufwändigen Lichtershow auch offiziell vorgestellt.

Weiterentwicklung des 2017er Wagens

F1 Formula One - Mercedes 2018 Car Launch - Silverstone Circuit, Towcester, Britain - February 22, 2018   Mercedes' Valtteri Bottas during the launch   Action Images via Reuters/Matthew Childs
Valtteri Bottas bei der Jungfernfahrt des neuen Mercedes-Boliden.
© Action Images via Reuters, MATTHEW CHILDS

Der neue Silberpfeil ist da! "Es ist etwas ganz Besonderes, wenn man zum ersten Mal alle Teile zusammengefügt sieht", sagte F1-Champion Lewis Hamilton: "Dieses Auto ist die Weiterentwicklung des Wagens aus dem letzten Jahr, der sehr gut war. Wir haben die DNA behalten." Motorsportchef Toto Wolff betonte den "sehr speziellen Moment".

Markantes neues Element des weiterhin in den Farben Silber, Schwarz und Türkis gehaltenen Boliden ist wie bei der Konkurrenz der Cockpitschutz Halo, der zur neuen Saison in der Formel 1 verpflichtend eingeführt wird - zum Missfallen von Wolff, der erklärte: "Wenn Sie mir eine Kettensäge geben, schneide ich ihn ab."

Hamilton: "Das ist das Schwester-Auto"

NORTHAMPTON, ENGLAND - FEBRUARY 22:  (l-r) Valtteri Bottas of Finland and Mercedes GP, Mercedes GP Executive Director Toto Wolff and Lewis Hamilton of Great Britain and Mercedes GP pose for a photo with the Mercedes W09 during the launch of the Merce
Der W09 EQ Power+ wurde mit einer aufwändigen Lichtershow präsentiert.
© Getty Images, Bongarts, wt

Ansonsten ist Mercedes seinem Konzept aus dem Vorjahr weitgehend treu geblieben und setzt erneut auf einen langen Radstand. "Wir hatten 2017 das schnellste Auto. Aber der Wagen war auch eine Diva", sagte Wolff: "Bei dem neuen Auto wollten wir die negativen Eigenschaften beseitigen, ohne etwas von unserem Speed einzubüßen."

"Das ist das Schwester-Auto", meint Hamilton. "Es ist besser als das Auto im vergangenen Jahr in jedem Aspekt." Er sei heiß darauf, "mit dem Auto rauszufahren und seine Grenzen auszutesten. Ich bin einer von nur zwei Menschen, die damit fahren dürfen. Das erfüllt mich mit Stolz."

Auch Bottas geriet nach seiner Jungfernfahrt bereits ins Schwärmen: "Es ist wirklich unglaublich, wie viele Stunden in das Design und die Produktion des neuen Autos geflossen sind und wie viel Arbeit in diesem Auto steckt. Als Fahrer ist es ein besonderes Gefühl, diesen Boliden fahren zu dürfen."

Vertragsverlängerung mit Hamilton steht bevor

Am Rande der Präsentation verkündete Wolff zudem, dass es in Sachen Vertragsverlängerung mit Hamilton "in den nächsten Wochen" wohl zu einer Einigung kommen werde. Auch der Brite selbst ließ keinen Zweifel daran, dass er seine Zukunft über die Saison 2018 hinaus bei Mercedes sieht. "Toto weiß, dass da draußen niemand ist, der besser ist als ich. Ich weiß, dass es keine Adresse gibt, die besser ist als Mercedes", sagte der 33-Jährige. Es gehe nur noch um "Details", fügte Hamilton an, der mit geschätzt 35 Millionen Euro Jahresgehalt schon jetzt zu den Topverdienern der Königsklasse zählt.

Wehrlein und Russell als Ersatzfahrer

NORTHAMPTON, ENGLAND - FEBRUARY 22:  Lewis Hamilton of Great Britain and Mercedes GP driving the Mercedes W09 on track during the launch of the Mercedes Formula One team's 2018 car, the W09, at Silverstone Circuit on February 22, 2018 in Northampton,
Lewis Hamilton fuhr das neue Auto am Nachmittag in Silverstone.
© Getty Images, Bongarts, wt

Wolff bestätigte zudem Pascal Wehrlein als Ersatzfahrer für 2018. Der 23-Jährige hat nach zwei Jahren kein Formel-1-Stammcockpit mehr erhalten und kehrt zunächst für eine Saison zu Mercedes in die DTM zurück. Wehrlein teilt sich die Aufgabe als dritter Mann fortan mit dem  britischen Nachwuchsfahrer George Russell.