Von wegen Übernahme

Wolff-Klartext: Sponsor wird Mercedes-Team nicht kaufen

FILE PHOTO: Formula One F1 - Russian Grand Prix
© REUTERS, Maxim Shemetov, /FW1F/Kenneth Ferris

13. September 2020 - 22:46 Uhr

Mercedes hat keinen „Veränderungs-Plan“

Mercedes-Boss Toto Wolff hat Spekulationen um eine Übernahme des Formel-1-Teams von Mercedes zurückgewiesen. Vor dem Rennen in Mugello hatte es Gerüchte gegeben, der Rennstall könnte vom britischen Chemie-Giganten Ineos aufgekauft werden. "Ineos hat kein Interesse, eine Mehrheit zu kaufen. Und wir haben überhaupt nicht den Plan, dass wir etwas verändern wollen an diesem Setup", sagte der Österreicher gegenüber Sky nach dem Grand Prix der Toskana.

Wolff reagiert auf Jordan-Behauptungen

Ineos ist einer der Top-Sponsoren des Erfolgsteams und engagiert sich zunehmend auch im Spitzensport, unter anderem mit einem eigenen Rad-Rennstall um den Tour-de-France-Vorjahressieger Egan Bernal. Der frühere Formel-1-Teamchef Eddie Jordan hatte in der "Mail on Sunday" behauptet, Mercedes werde den Formel-1-Rennstall für rund 750 Millionen Euro an das Unternehmen verkaufen und selbst nur 30 Prozent der Anteile behalten.

Schon länger wird spekuliert, dass der deutsche Autobauer sich nach seiner Titelserie als Hersteller aus der Königsklasse des Motorsport wieder zurückziehen könnte. In Mugello hatte Weltmeister Lewis Hamilton für den 100. Sieg des Teams seit dem Wiedereinstieg von Mercedes als Werksteam vor zehn Jahren gesorgt.

Wolff will wohl bei Mercedes bleiben - aber in welcher Rolle?

Seine eigene Zukunft lässt Wolff indes weiter offen. Er müsse noch "überlegen, was die beste Entscheidung für meine Familie ist", sagte der 48-Jährige. Er führt das Team seit Anfang 2013.

Zwar sagte er: "Wie es aussieht, bleibe ich." Allerdings sei noch offen, ob er auch künftig weiter die Rolle des Teamchefs behält. «"ch fühle mich diesem Team sehr nahe", versicherte Wolff.

RTL.de/dpa

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